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TİP-Abgeordneter Ahmet Şık stellt parlamentarische Anfrage an Minister Şimşek: Gibt es Großinvestoren, die ausgestiegen sind?

Der Istanbuler Abgeordnete der Arbeiterpartei der Türkei (TİP), Ahmet Şık, hat eine parlamentarische Anfrage an den Minister für Schatz und Finanzen, Mehmet Şimşek, bezüglich der Vorgänge am Kapitalmarkt gestellt.

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Veröffentlicht: 21.09.2026 20:01 Aktualisiert: 21.09.2026 20:01
TİP-Abgeordneter Ahmet Şık stellt parlamentarische Anfrage an Minister Şimşek: Gibt es Großinvestoren, die ausgestiegen sind?

Ahmet Şık erklärte in seiner Anfrage: "In den letzten Tagen kam es nach den Regelungen des Kapitalmarktrates (SPK) zu Investmentfonds zu massiven Rückgabeanträgen für Anteile bei einigen Portfoliomanagementgesellschaften, insbesondere bei Pusula Portföy und Tera Portföy. In einigen Fonds kam es zu Zahlungsausfällen, bei anderen wurden die Rückgabefristen verlängert. Diese Entwicklungen haben zu starken Kursverlusten an der Börse Istanbul geführt, das Vertrauen der Anleger erschüttert und die Sorgen vor systemischen Risiken am Markt verstärkt. Insbesondere die auf illiquide Aktien konzentrierten Fondsstrukturen, ungewöhnliche Kursbewegungen und Vorwürfe gegen schnell gewachsene Portfoliomanagementgesellschaften haben in der Öffentlichkeit für breite Diskussionen gesorgt."

Şık betonte: "Die Klärung des Ausmaßes der Anlegerverluste, der Angemessenheit der Prüfungsprozesse, des Zeitpunkts der Regulierungen sowie möglicher Vorwürfe der Marktmanipulation und die Frage, ob in diesem Beziehungsgeflecht eine öffentliche Autorität involviert ist, sind sowohl im Rahmen des Rechts der Öffentlichkeit auf Information als auch zur Feststellung, von wem und wie der Schaden der Bürger entschädigt werden kann, zwingend erforderlich."

Ahmet Şık stellte in seiner Anfrage folgende Fragen: "Wie viele Anleger sind von dem Zahlungsausfall beim Aktienfonds (TL) und Geldmarktfonds (TL) von Tera Portföy sowie der Verlängerung der Rückgabefristen bei sechs Fonds und der Entscheidung, diese in diesem Prozess zu schließen, betroffen? Wie hoch ist die Gesamtsumme der Rückgabeanträge? Wann werden die Zahlungen abgeschlossen sein? Wie viel der über 130 Milliarden TL, die seit Ende August aus den betreffenden Fonds abgeflossen sind, entfällt auf Kleinanleger und wie viel auf institutionelle/Großinvestoren?"

"Es wird behauptet, dass Personen, die an vielen der hier aufgeführten Handlungen und Transaktionen beteiligt sind, bei denen sich die ergriffenen Maßnahmen als unzureichend erwiesen haben, ihren Einfluss nutzen, um diese Handlungen und Transaktionen fortzusetzen", sagte Ahmet Şık und stellte folgende Fragen:

"Tatsächlich zeichnet sich eine Struktur ab, die von Personen reicht, die im Akademischen Beirat des Präsidenten tätig waren (Prof. Dr. Emre Alkin), über ehemalige Botschafter (Prof. Dr. Kerem Alkin) und ehemalige Chefberater des Präsidenten (Fecir Alptekin) bis hin zu Personen, die, wie oben erwähnt, Führungspositionen bei der Zentralverwahrstelle (MKK) innehatten. Wird es in diesem Sinne eine Untersuchung dazu geben, ob die an den Transaktionen Beteiligten ihren Einfluss geltend gemacht haben?

In der Öffentlichkeit gab es zahlreiche Berichte über unzählige Bürger, die mit Festnahmen und Klagen konfrontiert wurden, sobald sie Anzeige gegen diese Unternehmen erstatteten, andere Bürger warnten, kritische Artikel schrieben oder sonstige Warnungen aussprachen. Ebenso ist bekannt, dass gegen öffentliche Äußerungen oder Social-Media-Beiträge von Personen, die in dieser Angelegenheit zuständig sind und früher wichtige Positionen in Institutionen innehatten, in Windeseile Sperrbeschlüsse erlassen wurden. Sind diese Informationen korrekt? Falls die betreffenden Ansichten keine Gefahr für die bürokratische Sicherheit oder die staatliche Sicherheit darstellen, wie konnten diese Warnungen dann genau durch die Justiz unterbunden werden?

Betrachtet man zudem die Vorwürfe bezüglich der geschlossenen Periode des TLY-kodierten Fonds, der Rentabilitätsrekorde brach, im Rahmen der Feststellungen und Prüfungen des SPK und der zuständigen Institutionen; es wird behauptet, dass Personen, die direkt in Ihrer Regierung Befugnisse innehaben oder in bürokratischen Funktionen tätig waren und kritische Positionen besetzten, wie Justizminister Akın Gürlek, der Berater des Präsidenten Hasan Doğan, das BTK-Mitglied und ehemalige stellvertretende Minister für Kultur und Tourismus Batuhan Mumcu, der AKP-Abgeordnete Mehmet Ali Çelebi sowie Namen wie Hüseyin Emre Sezer und Alper Özbilen, persönlich oder über Angehörige/Verwandte an der geschlossenen Periode dieses Fonds beteiligt waren. Wird eine Untersuchung dazu durchgeführt, ob diese Namen oder andere Namen aus dem Umfeld von Politik und Bürokratie an der geschlossenen Periode dieses Fonds beteiligt waren? Besteht die Möglichkeit, dass die betreffenden Handlungen und Transaktionen auf der Grundlage des politischen Einflusses dieser Personen, die als Anleger gelten, durchgeführt wurden?

Wird untersucht, ob die Transaktionen, die über ausländische Unternehmen, insbesondere aus Luxemburg, in Bezug auf die Fonds von Tera Portföy und die betreffenden Fonds getätigt wurden, verdächtig sind?"

Şık forderte zudem Antworten auf folgende Fragen:

"Wann werden die Portfolioaufstellungen der betreffenden Fonds, die Aufzeichnungen der Verwahrstelle (Takasbank) und die Details der Rückgabeanträge der Öffentlichkeit zugänglich gemacht?

Gibt es Großinvestoren, die vor den Regelungen vom 28. August 2026 aus diesen Fonds ausgestiegen sind? Wer sind sie? Besteht eine Nähe dieser Personen zu Ihrem Ministerium oder zu Führungskräften des SPK?

Welche gesetzlichen/regulatorischen Änderungen sind geplant, um ähnliche Vorfälle in der Gesetzgebung für Investmentfonds (freie Fonds, Geldmarktfonds, Liquiditätsregeln, Konzentrationsgrenzen) zu verhindern?


Nachrichtenquelle: 12punto

Schlagwörter

Ahmet Şık Akın Gürlek AKP