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Erste Arbeiten für elektronische Wahlen in der Türkei haben begonnen

Eine Arbeitsgruppe, die von der Fakultät für Politikwissenschaften der Universität Ankara unter Einbeziehung von Experten des Hohen Wahlrats (YSK) gebildet wurde, hat mit den technischen Vorbereitungen für elektronische Wahlen begonnen. Im Rahmen dieser Arbeiten werden internationale Beispiele untersucht, um eine Computer- und Softwareinfrastruktur zu entwickeln.

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Erste Arbeiten für elektronische Wahlen in der Türkei haben begonnen

In der Türkei hat eine Arbeitsgruppe, die von der Fakultät für Politikwissenschaften der Universität Ankara unter Einbeziehung von Experten des Hohen Wahlrats (YSK) gebildet wurde, mit den technischen Arbeiten zur Einführung eines elektronischen Wahlsystems begonnen.

Elektronische Stimmabgaben sind in der Türkei gemäß dem Gesetz Nr. 298 über die Grundbestimmungen der Wahlen und Wählerverzeichnisse derzeit nur für Wähler im Ausland zulässig. Obwohl das Gesetz dies vorsieht, wurde die elektronische Stimmabgabe für im Ausland registrierte Wähler bisher noch nicht in der Praxis angewendet.

Darüber hinaus gibt es für Wahlen im Inland – wie Parlaments-, Präsidentschafts- und Kommunalwahlen – derzeit keine gesetzliche Grundlage, die eine elektronische Stimmabgabe ermöglicht.

Nachdem der Vorsitzende des Hohen Wahlrats, Ahmet Yener, erklärt hatte, dass Arbeiten für elektronische Wahlen auch in der Türkei durchgeführt werden könnten, wurde eine Arbeitsgruppe aus Experten der Fakultäten für Politikwissenschaften, Rechtswissenschaften und Ingenieurwesen der Universität Ankara sowie des YSK zusammengestellt.

Die Gruppe untersucht derzeit internationale Beispiele für elektronische Wahlsysteme und bereitet die Computer- und Softwareinfrastruktur vor.

Das System, das nach den Kommunalwahlen vom 31. März weiterentwickelt werden soll, ist zunächst für den Einsatz bei Wahlen in Berufsverbänden, Genossenschaften und bei studentischen Vertretungen an Universitäten geplant.

Nach Abschluss des Projekts und der Behebung etwaiger Mängel ist das Ziel, das System auch in Parlaments-, Präsidentschafts- und Kommunalwahlen zu integrieren.

"DER YSK IST DER LEITER DES PROZESSES"

Der Rektor der Universität Ankara, Prof. Dr. Necdet Ünüvar, erklärte, dass der YSK-Vorsitzende Ahmet Yener nach der Präsidentschaftswahl am 28. Mai dazu aufgerufen habe, Wahlen in elektronischen Umgebungen durchführbar zu machen, woraufhin er ein Gespräch mit Yener geführt habe.

Ünüvar gab an, YSK-Vorsitzendem Yener mitgeteilt zu haben, dass die Universität ein solches Projekt initiieren könne. Die daraufhin gebildete Arbeitsgruppe habe mit den Vorbereitungen begonnen, wobei der YSK die Federführung des Prozesses innehabe.

Necdet Ünüvar sagte: "Wir sehen uns als Institution, die ihnen die notwendige wissenschaftliche und technische Unterstützung bietet. Die Vorarbeiten haben begonnen. Die Zuverlässigkeit der Wahlen sowie Fragen der Software und des Rechts sind von großer Bedeutung; in diesen drei Bereichen laufen die Gespräche weiter."

"ES WIRD AN DER WAHLMATHEMATIK GEARBEITET"

Der Vizerektor der Universität Ankara und Dekan der Fakultät für Politikwissenschaften, Prof. Dr. Orhan Çelik, gab ebenfalls Informationen zu den technischen Arbeiten.

Çelik erläuterte, dass die Arbeitsgruppe aus drei Dimensionen bestehe, von denen eine der technische Teil sei, der sich mit Wahlsystemen und Wahlmathematik befasse:

"In dieser Gruppe sind Experten der Fakultät für Politikwissenschaften und des YSK vertreten. Unsere zweite Arbeitsgruppe befasst sich mit rechtlichen Fragen; wir untersuchen die Gesetzgebung in Ländern, die bereits elektronische Wahlen durchführen, und vergleichen diese mit der türkischen Gesetzgebung. Es wird geprüft, welche gesetzlichen Anpassungen und sonstigen regulatorischen Maßnahmen in welcher Phase möglich sind. Unsere dritte Arbeitsgruppe konzentriert sich auf die Software-Dimension, also den Aufbau der Computer- und Softwareinfrastruktur. Diese drei Komitees arbeiten gemeinsam auf das Ziel hin."

Çelik erklärte, dass sich die Arbeiten nach der Wahl noch intensivieren würden und die Arbeitsgruppe bereits Berichte erstelle und Dokumente produziere.

Man habe mit dem Ziel begonnen, Parlaments-, Präsidentschafts- und Kommunalwahlen in der Türkei in eine elektronische Umgebung zu überführen, so Çelik: "Aber das ist das endgültige Ziel. Zuvor streben wir an, dieses Ziel schrittweise durch Wahlen in Berufsverbänden und Genossenschaften auf allen Ebenen zu erreichen."

Durch diese schrittweise Einführung könne das System getestet und Mängel behoben werden, erklärte Orhan Çelik. Er fügte hinzu, dass der Prozess bis zur vollständigen Fertigstellung und Fehlerbehebung zwar lange dauern werde, man sich aber bereits in einem Stadium befinde, in dem man das System bei Wahlen von studentischen Vertretungen an Universitäten sofort einsetzen könne.

Prof. Dr. Orhan Çelik betonte, dass elektronische Wahlen wichtige Vorteile in Bezug auf Zeitersparnis, Sicherheitsinfrastruktur, sofortige Verfügbarkeit der Ergebnisse sowie die Kontrolle und Zuverlässigkeit jeder Wahlphase bieten würden.

Çelik betonte zudem, dass die rechtliche Infrastruktur parallel dazu vorbereitet werden müsse: "Auch der YSK oder die Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) werden Schritte unternehmen müssen, um den rechtlichen Rahmen zu schaffen."


Nachrichtenquelle: AA

Ahmet Yener elektronische Wahl YSK Hoher Wahlausschuss