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Warnung vor Istanbul-Erdbeben von Prof. Dr. Osman Bektaş: Spannung könnte sich in dieser Region aufstauen

Prof. Dr. Osman Bektaş weist auf die Spannungsübertragung im Marmarameer hin und erklärt, dass das Çınarcık-Becken hinsichtlich schwacher Verwerfungen untersucht werden müsse.

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Warnung vor Istanbul-Erdbeben von Prof. Dr. Osman Bektaş: Spannung könnte sich in dieser Region aufstauen

Der Geologieingenieur Prof. Dr. Osman Bektaş lenkte im Rahmen der Diskussionen um ein mögliches Istanbul-Erdbeben die Aufmerksamkeit auf das Çınarcık-Becken im östlichen Marmarameer. Bektaş betonte, dass dieses Gebiet nicht nur im Hinblick auf die Nordanatolische Verwerfung, sondern auch als eines der vorrangigen Forschungsgebiete für das gesamte Verwerfungssystem, das das Becken bildet, bewertet werden müsse.

Nach Einschätzung von Bektaş könnten einige Erdbebenserien im nördlichen Marmarameer die Spannung von Westen nach Osten übertragen haben, während die Erdbeben von 1935 auf der Marmara-Insel und 1999 in İzmit die Spannung möglicherweise von Osten nach Westen verlagert haben. Es wurde dargelegt, dass das Çınarcık-Becken, das zwischen diesen beiden Spannungsübertragungsrichtungen liegt, eine Struktur aufweist, die hinsichtlich der Verwerfungsmechanik empfindlich auf Spannungsänderungen reagiert.

Wenn diese Hypothese zutrifft, könnten die schwachen Verwerfungen, die das Çınarcık-Becken begrenzen, mittelschwere Erdbeben erzeugen, ähnlich dem Adalar-Erdbeben (M6+) in der Vergangenheit.

— Prof. Dr. Osman Bektaş

Bektaş bewertete zudem die Konzentration von Nachbeben an den Rändern des Çınarcık-Beckens nach den Erdbeben von 1999 und 2025 als einen der beobachtbaren Befunde, die dieses Spannungsmodell stützen.


WO LIEGT DAS ÇINARCIK-BECKEN?

Das Çınarcık-Becken ist als eine submarine Senke bekannt, die südlich von Istanbul im östlichen Teil des Marmarameeres zwischen den Prinzeninseln und der Küste von Çınarcık bei Yalova liegt. Dieses Gebiet, das mit den aktiven Abschnitten der Nordanatolischen Verwerfung in Verbindung steht, gilt als einer der tiefsten Punkte des Marmarameeres.

Die Region erstreckt sich im Osten vom Ausgang des Golfs von İzmit bis zum Ost-Marmara-Rücken im Westen. In früheren Einschätzungen von Bektaş wurde bereits betont, dass sich die Plattenbewegung nicht nur entlang der Nordanatolischen Verwerfung vollziehen könnte, sondern auch zwischen den Verwerfungen rund um die Becken von Çınarcık, dem mittleren Marmarameer und Tekirdağ aufgeteilt werden könnte.


Nachrichtenquelle: 12punto

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