Yaşar Tüzün von der YENİ Parti: 'Wir haben die Falle von AKP und MHP durchkreuzt': Entscheidung zur Abstimmung über das 'Rahmengesetz'
Yaşar Tüzün, stellvertretender Vorsitzender der YENİ Parti für Kommunalverwaltung, besuchte den Parteivorstand in der Provinz Bilecik und äußerte sich zur aktuellen politischen Agenda.
Der stellvertretende Vorsitzende der YENİ Parti, Yaşar Tüzün, erklärte zum Rahmengesetzentwurf: "Hätten wir, allen voran unser Parteivorsitzender, nicht mit Ja gestimmt, wäre das Gesetz mit den Stimmen von insgesamt 432 Abgeordneten – den Stimmen der Abgeordneten von AK-Partei, MHP, DEM und anderen Parteien – angenommen worden. Wie hätten wir also aus diesem 40 Jahre andauernden Konflikt herauskommen sollen? Wie hätten wir den sozialen Frieden sichern sollen? Wir haben der Falle, die AKP und MHP gestellt hatten, einen Riegel vorgeschoben."
An dem Programm nahmen Bezirksvorsitzende der YENİ Parti, Mitglieder der Provinz- und Gemeinderäte, der Bürgermeister von Bayırköy, Aykut Dilsiz, stellvertretende Bürgermeister der Stadt Bilecik sowie zahlreiche Parteimitglieder teil.
Tüzün erklärte, dass die rechtlichen und satzungsgemäßen Wege innerhalb der CHP ausgeschöpft seien, man jedoch gezwungen gewesen sei, einen neuen Weg einzuschlagen, da kein außerordentlicher Parteitag einberufen wurde. Tüzün wies darauf hin, dass 1.004 Delegierte den Antrag auf einen außerordentlichen Parteitag notariell beglaubigt eingereicht hätten, dies jedoch zu keinem Ergebnis geführt habe. Daraufhin sei unter der Führung von Özgür Özel innerhalb der CHP-Fraktion im türkischen Parlament gehandelt worden; 91 CHP-Abgeordnete seien innerhalb einer Stunde zurückgetreten und hätten sich dem Gründungsgremium der neuen Partei angeschlossen.
Tüzün äußerte sich zur Annahme des "Gesetzentwurfs zur Stärkung der nationalen Solidarität und gesellschaftlichen Integration" mit 467 Stimmen in der Großen Nationalversammlung der Türkei wie folgt:
"Vier Fünftel des Parlaments stimmten für die Annahme. Hätten wir als YENİ Parti nicht mit Ja gestimmt, wäre dieses Gesetz dennoch angenommen worden; hätten wir mit Nein gestimmt, wäre es ebenfalls angenommen worden.
Von den 467 Ja-Stimmen entfallen 35 auf unsere Abgeordneten der YENİ Parti. Hätten wir, allen voran unser Parteivorsitzender, nicht mit Ja gestimmt, wäre das Gesetz mit den Stimmen von insgesamt 432 Abgeordneten – den Stimmen der Abgeordneten von AK-Partei, MHP, DEM und anderen Parteien – angenommen worden.
Wie hätten wir also aus diesem 40 Jahre andauernden Konflikt herauskommen sollen? Wie hätten wir den sozialen Frieden sichern sollen? Wir haben der Falle, die AKP und MHP gestellt hatten, einen Riegel vorgeschoben.
Wir sagten uns: Wir treffen diese Entscheidung, damit morgen, wenn es in der Türkei auch nur den kleinsten Terrorvorfall gibt, nicht gesagt wird: 'Seht her, das sind die, die keinen Frieden wollten, die YENI-Parti-Leute, die mit Nein gestimmt haben; wenn heute ein Märtyrer zu beklagen ist, dann ist das ihr Werk.' Wie ich bereits erwähnte, konnte in der 24. Legislaturperiode niemand unsere Frauen mit Kopftuch dazu zwingen, ihr Haupt zu entblößen, ebenso wenig wie jemand eine Frau ohne Kopftuch dazu zwingen konnte, ihr Haupt zu bedecken.
Hier sind Damen mit und ohne Kopftuch. Wir haben den Weg dafür geebnet, dass sie in diesem Land frei leben können. Hätten wir damals gesagt: 'Nein, das Kopftuch darf nicht in öffentliche Gebäude', hätten wir den Frieden verhindert, und sie hätten jahrelang Politik mit dem Kopftuch gemacht und eine Wahrnehmung manipuliert. Wir haben ihnen diese Grundlage entzogen. Wir haben damals unseren Beitrag geleistet. Diejenigen, die sagten: 'Der Einheitsstaat bricht zusammen, der Laizismus geht verloren', haben sich heute geirrt. Mit der Zeit haben sie uns recht gegeben."
Nachrichtenquelle: 12punto
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