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Zeynep Bastık nach Absage ihres Harbiye-Konzerts wegen Staatstrauer: Sollte das Erste, was man bei der Anteilnahme an einem Schmerz erwartet, die Absage von Konzerten sein?

Die Sängerin Zeynep Bastık reagierte auf die Tatsache, dass nach der Ausrufung einer "dreitägigen Staatstrauer" durch ein Präsidialdekret in der Türkei als Erstes kulturelle Veranstaltungen abgesagt wurden.

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Zeynep Bastık nach Absage ihres Harbiye-Konzerts wegen Staatstrauer: Sollte das Erste, was man bei der Anteilnahme an einem Schmerz erwartet, die Absage von Konzerten sein?

Nach dem Angriff auf ein Krankenhaus in Gaza durch Israel wurde in der Türkei per Präsidialdekret eine "dreitägige Staatstrauer" ausgerufen.

Nach der Bekanntgabe der Trauerzeit wurden zahlreiche Kultur- und Kunstveranstaltungen abgesagt. Infolge der Absagen gab auch die Sängerin Zeynep Bastık über ihren Social-Media-Account bekannt, dass ihr für den 20. Oktober geplantes Konzert auf der Harbiye-Freilichtbühne verschoben wurde.

Die Sängerin äußerte sich zutiefst betrübt über die Ereignisse und kritisierte, dass die Absage von Kunstaktivitäten die erste Reaktion sei.

In ihrem Beitrag auf ihrem Social-Media-Account äußerte sich Bastık wie folgt:

''Wir alle sind zutiefst betrübt über den stattfindenden Krieg und die verlorenen Menschenleben; wir stehen unter dem Eindruck der schrecklichen Bilder. Doch wir haben, wie jeder andere auch, einen Beruf und eine Arbeit, die wir fortführen müssen. Sollte das Erste und Einzige, was man bei der Anteilnahme an einem Schmerz erwartet, die Absage von Konzerten, Theaterstücken und allen Kunstaktivitäten sein – also von Arbeiten, in die Menschen monatelang materiell und ideell investiert haben?

Wir sind eine riesige Branche. Wir sind ein großer Sektor voller Künstler und Arbeiter, die trotz vieler Schwierigkeiten versuchen zu existieren, und in dem Tausende Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen. Genau wie Menschen in anderen Branchen haben auch wir Verantwortungen, eine Familie und ein Leben, das wir weiterführen müssen. Wenn eine Entscheidung getroffen wird, respektieren wir diese. Wir trauern ohnehin schon seit Tagen inoffiziell. Ich möchte nur verstehen, warum Anteilnahme am Schmerz bedeuten muss, dass die Arbeit von Tausenden Menschen gestoppt wird und sie ihren Beruf nicht ausüben können; das kann ich nicht verstehen.''


Nachrichtenquelle: 12punto

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