Ermittlungsdokument zu Olcay Kılavuz aufgetaucht
Olcay Kılavuz, dessen Name im Mordfall Sinan Ateş fiel, der die Türkei bewegt, hatte die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen, wurde jedoch kurz darauf von seiner Position als Fraktionsberater der MHP im türkischen Parlament entbunden. Nun ist das gegen Kılavuz erstellte Ermittlungsdokument aufgetaucht.
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Die Erklärungen des ehemaligen MHP-Abgeordneten Olcay Kılavuz zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen – nachdem er nach dem Mord mit Tolgahan Demirbaş, einem der Angeklagten, telefoniert hatte – sorgten auch innerhalb der MHP für Diskussionen, woraufhin MHP-Parteichef Devlet Bahçeli Kılavuz von seinem Posten als Fraktionsberater im Parlament entband.
Wie Seyhan Avşar von Halktv.com.tr berichtet, wurde nun behauptet, dass Olcay Kılavuz, eine Schlüsselfigur im Mordfall Sinan Ateş, ins Ausland geflohen sei. Kılavuz' Ehefrau Kadriye Kılavuz dementierte die Fluchtgerüchte.
Es stellte sich jedoch heraus, dass gegen Kılavuz, gegen den wegen des Vorwurfs des "vorsätzlichen Mordes durch Planung" ermittelt wird, kein Ausreiseverbot besteht.
DER VORWURF IM ERMITTLUNGSDOKUMENT GEGEN KILAVUZ LAUTET 'VORSÄTZLICHER MORD'
In dem betreffenden Dokument wurde gegen Kılavuz ein Verfahren wegen "vorsätzlichen Mordes durch Planung" sowie "vorsätzlichen Mordes" eingeleitet und eine Ermittlungsgenehmigung beantragt.
Da Kılavuz zum Zeitpunkt des Vorfalls Abgeordneter war, wurde kein Ausreiseverbot verhängt; es bleibt jedoch unklar, warum nach dem Wegfall seiner Immunität kein solches Verbot erlassen wurde.
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