Nach der Medikamentenpreiserhöhung: „Apotheker sind an einem Punkt angelangt, an dem sie keine Medikamentenversorgung mehr leisten können“
Ab dem 25. Dezember wurden die Medikamentenpreise um 25 Prozent erhöht. Tage vor Inkrafttreten der Preiserhöhung sind viele Medikamente, insbesondere Krebsmedikamente, in Apotheken nicht mehr erhältlich. Apotheker berichten, dass einige Pharmaunternehmen und Lager die Preiserhöhung abwarten, bevor sie Medikamente ausliefern. Saim Korkmaz, Vorsitzender der Apothekerkammer Muğla, erläuterte die Schwierigkeiten, mit denen Apotheken konfrontiert sind.
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Der Euro-Wechselkurs für Medikamente wurde am 16. Dezember angepasst, was zu einer Preiserhöhung von 25 Prozent bei Medikamenten führte. Die erhöhten Preise werden jedoch erst ab dem 25. Dezember angewendet.
Apotheker sind der Ansicht, dass diese Situation von Pharmaunternehmen und Medikamentengroßhändlern ausgenutzt wird.
Saim Korkmaz, Vorsitzender der Apothekerkammer Muğla, erklärte, dass die Festlegung des 25. Dezembers als Anwendungsdatum für die am 19. Dezember beschlossene Preiserhöhung bei den Bürgern zu Problemen führe und die Lösung darin bestünde, die Preiserhöhung zum Zeitpunkt ihrer Bekanntgabe in Kraft zu setzen.
„IN DER ZWISCHENZEIT HABEN WIR SCHWIERIGKEITEN, SOGAR LEBENSWICHTIGE MEDIKAMENTE ZU FINDEN“
Der Vorsitzende der Apothekerkammer Muğla, Korkmaz, erklärte in seiner Stellungnahme: „Wie jedes Jahr zum Jahresende sind wir auch in diesen Tagen mit einem sehr ernsten Mangel an Medikamenten konfrontiert. Es gibt viele Gründe für diesen Medikamentenmangel, und wir Apotheker äußern diese Gründe und unsere Lösungsvorschläge auf jeder Plattform.
Der Hauptgrund, den wir jedoch insbesondere in den letzten Tagen intensiv erleben und der uns Apotheker an einen Punkt gebracht hat, an dem wir keine ‚Medikamentenversorgung mehr leisten können‘, ist die Tatsache, dass die 25-prozentige Preiserhöhung zwar am 19. Dezember 2023 angekündigt, ihr Anwendungsdatum jedoch auf den 25. Dezember 2023 festgelegt wurde.
In dieser Zwischenzeit haben wir leider Schwierigkeiten, sogar lebenswichtige Medikamente zu finden. Wenn es zwischen dem Datum der Ankündigung der Preiserhöhung und dem Datum des Inkrafttretens nicht eine so lange Zeitspanne gegeben hätte, würden wir diese Probleme nicht in diesem Ausmaß erleben.
Es ist wirklich bedauerlich, dass dieses Problem trotz unserer seit Jahren an die Behörden gerichteten Warnungen und Lösungsvorschläge immer noch besteht. Wir fordern, dass diese Situation, die den Zugang unserer Bevölkerung zu Medikamenten gefährdet, so schnell wie möglich gelöst wird und dass dringend notwendige Maßnahmen ergriffen werden, damit solche Probleme nicht erneut auftreten.“