Neue Entwicklung im Çarşı-Prozess: Akte zur Stellungnahme an die Staatsanwaltschaft übermittelt
Im Prozess gegen 35 Angeklagte, darunter Mitglieder der Beşiktaş-Fangruppe Çarşı im Zusammenhang mit den Gezi-Park-Protesten, hat das Gericht beschlossen, die Akte zur Vorbereitung des Plädoyers an die Staatsanwaltschaft zu übermitteln. Die Verhandlung wurde vertagt.
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Die Verhandlung im Prozess gegen 35 Angeklagte, darunter Mitglieder der Beşiktaş-Fangruppe Çarşı, im Zusammenhang mit den Gezi-Park-Protesten wurde vor dem 13. Schwurgericht Istanbul fortgesetzt. An der Verhandlung nahmen 6 nicht inhaftierte Angeklagte sowie deren Anwälte teil.
FREISPRUCHSFORDERUNG DER VERTEIDIGUNG
Während der Verhandlung wurden Aufnahmen gesichtet, die sich auf die angeblichen Aktionen gegen das Büro des Ministerpräsidenten beziehen. Nach der Sichtung der Aufnahmen erklärte der Verteidiger Ali Rıza Dizdar, dass seine Mandanten nicht mit den Vorfällen in Verbindung stünden.
Dizdar äußerte: "Die Personen auf den gezeigten Aufnahmen sind nicht unsere Mandanten. Keiner der hier anwesenden Angeklagten ist für die Vorfälle verantwortlich. Aus diesem Grund fordern wir den Freispruch aller Angeklagten."
PLÄDOYER WIRD VORBEREITET
Das Gericht ordnete in seinem Zwischenbeschluss an, die Akte zur Vorbereitung des Plädoyers an den Staatsanwalt zu übermitteln, und vertagte die Verhandlung auf einen späteren Zeitpunkt.
HINTERGRUND DES ÇARŞI-PROZESSES
Die 35 Angeklagten, darunter Mitglieder der Beşiktaş-Fangruppe Çarşı, die an den Gezi-Park-Protesten teilgenommen hatten, waren zuvor von Vorwürfen wie "Versuch des Umsturzes der Regierung der Republik Türkei", "Verstoß gegen das Gesetz über Versammlungen und Demonstrationen" sowie "Gründung oder Leitung einer terroristischen Vereinigung" freigesprochen worden.
Der 16. Strafsenat des Kassationsgerichtshofs hob jedoch am 18. März 2021 das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts auf und erklärte, dass die Akte mit dem Gezi-Park-Prozess zusammengeführt werden müsse. Nachdem der Çarşı-Prozess mit dem Verfahren gegen Osman Kavala und Can Dündar zusammengelegt worden war, wurde in der Verhandlung am 21. Februar 2022 die Trennung der Verfahren beschlossen.
Zuletzt wurde der Prozess, dessen Akte nun zur Stellungnahme an die Staatsanwaltschaft übermittelt wurde, in der nächsten Verhandlung fortgesetzt.