Neue Vorwürfe im Fall der Leutnants: Kommandeur nach fehlender negativer Stellungnahme abgesetzt
Die Ermittlungsakte gegen die Leutnants, die bei der Abschlussfeier den Slogan „Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals“ skandierten, wurde an den Hohen Disziplinarausschuss übermittelt. Während die Vorwürfe zum Prozess ins Parlament getragen wurden, hieß es, dass ein Kommandeur, der keine negative Stellungnahme zu den Leutnants abgegeben hatte, seines Amtes enthoben wurde.
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Die Ermittlungen gegen fünf Leutnants, die bei der Abschlussfeier der Militärakademie am 30. August den Slogan „Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals“ skandierten und ihre Schwerter kreuzten, um einen Eid abzulegen, wurden abgeschlossen. Die Akte wurde an den Hohen Disziplinarausschuss (YDK) weitergeleitet, wobei die Entlassung der Leutnants gefordert wurde.
Der YDK sandte die Akte der Leutnants zur erneuten Prüfung an die jeweiligen Klassenschulen zurück. Die Entlassungsforderungen betrafen nicht nur die Leutnants, sondern auch ihre direkten Vorgesetzten. Es wurde angegeben, dass auch der stellvertretende Regimentskommandeur, der Bataillonskommandeur und der Kompaniechef in den Prozess einbezogen wurden.
BEHAUPTUNG: BATAILLONSKOMMANDEUR ABGESETZT
Der Cumhuriyet-Kolumnist Barış Terkoğlu behauptete, dass der Bataillonskommandeur, Major S.İ., seines Amtes enthoben wurde, weil er keine negative Stellungnahme zu den Leutnants abgegeben hatte.
Dem Bericht zufolge wurde Major S.İ. auf eine Stelle ohne Zuweisung versetzt, bevor er in einer WhatsApp-Gruppe die folgenden Worte äußerte:
„Ich wusste nicht, dass es zu solchen Konsequenzen führen würde, wenn man den Spuren derer folgt, die dieses Vaterland gegründet und uns als Vermächtnis hinterlassen haben. Wenn ich es gewusst hätte, hätte ich es trotzdem getan. Ich werde keinen Moment von meiner Linie abweichen.“
CHP BRINGT DIESE BEHAUPTUNG INS PARLAMENT
Der CHP-Abgeordnete für Kayseri, Aşkın Genç, brachte die Ermittlungen gegen die Leutnants sowie die Forderungen, die positiven Einschätzungen der direkten Vorgesetzten in negative umzuwandeln, auf die Tagesordnung des Parlaments.
Genç richtete sich an den Verteidigungsminister Yaşar Güler und stellte die Frage: „Was ist die rechtliche Grundlage für diese Forderungen?“ Zudem betonte er, dass die Rücksendung der Akte durch den YDK in der Öffentlichkeit ernsthafte Fragen hinsichtlich eines fairen und transparenten Prozesses aufgeworfen habe.
'GRÜNDUNGSWERTE WERDEN ZUR DISKUSSION GESTELLT'
Genç betonte, dass die strafrechtliche Verfolgung des Eides nicht nur die Individuen betreffe, sondern dazu führen könne, dass auch die Gründungswerte der Republik zum Gegenstand von Diskussionen gemacht würden.