Präsident Erdoğan: 'Hepatitis-A-Impfstoff wird nun in unserem Land hergestellt'

Der AKP-Vorsitzende und Präsident Erdoğan erklärte: "Der Hepatitis-A-Impfstoff, der bisher größtenteils aus dem Ausland bezogen wurde, wird nun in unserem Land hergestellt."

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Der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan sprach bei der Eröffnungszeremonie des KeyVac-Impfstoffproduktionszentrums.

Präsident Erdoğan erklärte: "Der Hepatitis-A-Impfstoff, der bisher größtenteils aus dem Ausland bezogen wurde, wird nun in unserem Land hergestellt. Damit wird die Türkei das vierte Land sein, das diesen Impfstoff nach höchsten Standards produziert."

''WIR HABEN DEN CORONAVIRUS-PROZESS ERFOLGREICH GEFÜHRT''

Die Kernpunkte aus Erdoğans Rede lauten wie folgt:

''Mit einer Fabrikfläche von insgesamt 29.000 Quadratmetern wird KeyVac eine Vorreiterrolle in diesem Bereich übernehmen. Die Türkei hat den Coronavirus-Prozess weitaus erfolgreicher bewältigt als viele andere Länder der Welt. Wir haben keinen unserer Bürger im Stich gelassen. Wir haben jedem eine erstklassige Gesundheitsversorgung geboten. Zusammen mit unserem eigenen Impfstoff haben wir alle zugelassenen Impfstoffe den Bürgern kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Hepatitis-A-Impfstoff, der bisher größtenteils aus dem Ausland bezogen wurde, wird nun auch in unserem Land hergestellt. Die Türkei wird das vierte Land sein, das ihn nach höchsten Standards produziert. Unsere Abhängigkeit vom Ausland wird abnehmen. Wir werden zudem über hochqualifizierte Arbeitskräfte verfügen.''

DAS HIFZISSIHHA-INSTITUT WAR GESCHLOSSEN WORDEN

Andererseits riefen Erdoğans Äußerungen zum Impfstoff das 'Hıfzıssıhha-Institut' (Institut für Hygiene) in Erinnerung, das auch während der Covid-19-Pandemie Gegenstand von Diskussionen war. Das 1928 gegründete Refik-Saydam-Hıfzıssıhha-Institut, die einzige Einrichtung in der Türkei, die Impfstoffe herstellte, wurde 2011 während der Amtszeit des AKP-Gesundheitsministers Recep Akdağ geschlossen.

Während die Schließung des Instituts während der Coronavirus-Pandemie erneut zum Diskussionsthema wurde, sah sich die Türkei während des Pandemieprozesses auch mit der Tatsache konfrontiert, dass sie heute ein Land ist, das alle Impfstoffe importiert.

DIE AKP-BILANZ IN DER PANDEMIE

Das erste, was einem zum Pandemieprozess in der Türkei in den Sinn kommt, ist, dass während für Aktivitäten in überfüllten Umgebungen – von Restaurants und Cafés bis hin zu Generalversammlungen von Gewerkschaften und Verbänden – Beschränkungen eingeführt wurden, die AKP-Provinzkongresse in, wie Präsident Recep Tayyip Erdoğan es ausdrückte, "bis zum Bersten gefüllten Sälen" stattfanden.

Andererseits führte die Ankündigung des Innenministers Süleyman Soylu zur Ausgangssperre, die in 31 Provinzen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verhängt wurde, nur etwa zweieinhalb Stunden vor deren Inkrafttreten zu "Massengedränge" in den Supermärkten.

Die Tatsache, dass die Verteilung der Masken, die während des Pandemieprozesses als 'kostenlos' angekündigt wurden, nicht regelmäßig und gleichmäßig erfolgen konnte, war ein weiteres Diskussionsthema.

Ebenso sorgte die Maske mit der Aufschrift 'Ich bin geimpft', die von Tourismusmitarbeitern in einem Werbevideo für die Sommersaison in der Türkei getragen wurde – veröffentlicht von dem Konto „GoTurkiye“, das vom Ministerium für Kultur und Tourismus zur weltweiten Vermarktung der Türkei eingerichtet wurde –, für Empörung in der Öffentlichkeit.

Während viele Sektoren während der gesamten Pandemie mit Arbeitslosigkeit zu kämpfen hatten, wurde einer begrenzten Anzahl von Bürgern lediglich eine Barhilfe in Höhe von 1000 TL gewährt.