Der Liebling der balkanischen und osteuropäischen Küche: Ajvar-Soße

Ajvar-Soße ist eines der beliebtesten Würzmittel auf dem Balkan und in Osteuropa. Die wertvollste Ajvar-Sorte ist in der Regel die mazedonische Variante, die ausschließlich aus roten Paprika hergestellt wird.

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Ajvar-Soße wird je nach persönlichem Geschmack mit unterschiedlichen Mengen an roten Spitzpaprika, scharfen Paprika, Auberginen und Knoblauch zubereitet.

Bevor das Gemüse zu einer Paste verarbeitet wird, wird es typischerweise über einem Holzfeuer geröstet, was den süßlich-herben Aromen eine angenehme rauchige Note verleiht und sie zu einer perfekten Beilage für gegrilltes Fleisch macht.

Es wird behauptet, dass Ajvar, dessen Name vom türkischen Wort für Kaviar stammt, von den unteren sozialen Schichten erfunden wurde, die das Aussehen und den Geschmack von Kaviar mit günstigeren Zutaten nachahmen wollten.

Bis zum 19. Jahrhundert verfügten Belgrad und andere Orte entlang der Donau über eine gut entwickelte Kaviarproduktion, doch seit den 1890er Jahren ist die Produktion aufgrund von Arbeitskonflikten erheblich zurückgegangen.

ES WAR DER FAVORIT VON ALEXANDER DEM GROSSEN

Kurz nach seiner Erfindung nahmen Belgrader Restaurants Ajvar anstelle von Kaviar in ihre Speisekarten auf. Andererseits gibt es auch den weit verbreiteten Glauben, dass Ajvar weitaus älter ist. So alt, dass es der Favorit von Alexander dem Großen war und zweifellos in Mazedonien erfunden wurde, wohin er nach Norden zog.

Obwohl man weiterhin glaubt, dass Ajvar mazedonischen Ursprungs ist, findet sich das erste Rezept für Ajvar im Kochbuch von Katarina Popovic Midzina aus dem Jahr 1887, dem Veliki Srpski Kuvar, von dem mehrere Ausgaben existieren.

Das Rezept gibt an, dass Ajvar mit Paprika, Auberginen, Zwiebeln, Knoblauch, Essig, Öl und Salz zubereitet wird.

Heute ist Ajvar ein Grundnahrungsmittel, das in Serbien und auf der gesamten Balkanhalbinsel konsumiert wird, wo sich neben Ajvar auch ähnliche Köstlichkeiten wie Pindjur und Ljutenica entwickelt haben, die neben Paprika auch Auberginen und Tomaten enthalten.