Justizminister Tunç antwortet Özgür Özel auf 'Justizkrise': 'Von einem Putsch kann keine Rede sein'

Justizminister Yılmaz Tunç hat den CHP-Vorsitzenden Özgür Özel wegen der Krise zwischen dem Verfassungsgericht (AYM) und dem Kassationshof (Yargıtay) scharf kritisiert. Tunç erklärte: "Er verwendet insbesondere gegenüber unserem Herrn Präsidenten unangemessene Ausdrücke. Das sind unverantwortliche Äußerungen."

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Justizminister Yılmaz Tunç äußerte sich in Ankara gegenüber Pressevertretern zur sogenannten 'Justizkrise'.

Bezüglich der Entscheidung der 3. Strafkammer des Kassationshofs, das Urteil des Verfassungsgerichts (AYM) nicht anzuerkennen, sagte Tunç: "Unser Kassationshof sagt: 'Aufgrund der unterschiedlichen Anwendung durch das Verfassungsgericht nach den letzten paar Entscheidungen sind die Artikel 14 und 83 der Verfassung durch Auslegung unanwendbar geworden. Daher liegt ein Verfassungsverstoß vor.' Es gibt hier eine Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden obersten Gerichten. Es ergibt keinen Sinn, dies ausgehend von dieser Meinungsverschiedenheit in andere Richtungen zu ziehen", so Tunç.

KRITIK AN ÖZGÜR ÖZEL!

Tunç griff CHP-Chef Özgür Özel scharf an: "Besonders der neu gewählte Vorsitzende der CHP – wir haben zusammen im Parlament gedient, in Kommissionen gearbeitet, ich habe mit Herrn Özgür sogar gemeinsam meinen Militärdienst am selben Ort geleistet. Deshalb kenne ich ihn sehr gut. In dieser Aufregung verwendet er insbesondere gegenüber unserem Herrn Präsidenten unangemessene Ausdrücke. Das sind unverantwortliche Äußerungen", sagte er.

"VON EINEM PUTSCH KANN KEINE REDE SEIN"

Tunç setzte seine Worte wie folgt fort:

"Wir stimmen der Interpretation, als ob unser Herr Präsident einen Putsch begehe, absolut nicht zu. Von einem Putsch kann hier keine Rede sein; dieses Volk weiß sehr gut, was ein Putsch ist.

Hier geht es darum, die Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden obersten Gerichten auszuräumen. Insbesondere wenn es im Gesetz Unklarheiten gibt, liegen alle Angelegenheiten bezüglich der Individualbeschwerde beim Verfassungsgericht, der Arbeitsweise und dem Gründungsgesetz des Verfassungsgerichts in der Zuständigkeit der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM). Dies sind Angelegenheiten, die auf dem Boden des Rechts diskutiert und gelöst werden müssen."