CHP-Chef Özel zur Causa 'Dilruba': 'Dass sie verhaftet wurde, ist nicht hinnehmbar'
CHP-Chef Özgür Özel hat auf die Verhaftung der Bürgerin Dilruba K. reagiert, die in einem Straßeninterview ihre Kritik am Instagram-Verbot, der gesetzlichen Neuregelung zu Straßenhunden sowie dem Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention geäußert hatte.
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CHP-Parteivorsitzender Özgür Özel äußerte sich zur Verhaftung von Dilruba Y., die aufgrund ihrer Aussagen in einem Straßeninterview in Izmir festgenommen wurde.
Özel erklärte dazu:
"Dass Politiker für die schärfste Kritik aus der Bevölkerung offen sind, ist eine Grundvoraussetzung der Demokratie. Natürlich ist es keine Haltung, die irgendjemand gutheißen würde, die politischen Entscheidungen der Wähler zu beleidigen. Doch dass eine Angelegenheit, in der ein Bürger lediglich seine persönlichen Gedanken äußert, bis hin zur Maßnahme der Verhaftung führt, ist unverhältnismäßig und eine politische Entscheidung. In einem Umfeld, in dem vor unseren Augen viele Menschen, die schwerste Straftaten begangen haben, straffrei bleiben, nur weil sie unter dem Schutz bestimmter Personen stehen, ist die Verhaftung von Dilruba nicht hinnehmbar. Dieser Fehler muss korrigiert und Dilruba freigelassen werden."
WAS WAR PASSIERT?
Dilruba K., die neben dem Instagram-Verbot auch ihre Kritik an der gesetzlichen Neuregelung zu Straßenhunden und dem Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention geäußert hatte, wurde verhaftet.
In dem Interview hatte Dilruba K. gesagt: "Es gibt Influencer, die soziale Medien nutzen. 90 Prozent der Türkei, ja sogar der Welt, bestreiten ihren Lebensunterhalt mittlerweile über Instagram. Man kann nicht einfach ohne Angabe von Gründen eines Abends sagen: 'Ich habe es geschlossen, fertig'."