Karamollaoğlu sprach bei der Fraktionssitzung: 'Wenn Sie Journalisten nur deshalb verhaften, weil sie Journalismus betreiben'

Der Vorsitzende der Saadet-Partei, Temel Karamollaoğlu, sprach vor der Saadet-Fraktion im türkischen Parlament. In Bezug auf die jüngsten Verhaftungsentscheidungen gegen Journalisten sagte Karamollaoğlu: "Wenn Sie Journalisten nur deshalb verhaften, weil sie Journalismus betreiben, wird niemand Ihre Worte ernst nehmen."

12punto

Der Vorsitzende der Saadet-Partei, Temel Karamollaoğlu, sprach bei der Fraktionssitzung seiner Partei. Karamollaoğlu äußerte sich wie folgt:

"Ich grüße respektvoll alle Mitglieder der Gelecek- und Saadet-Partei, allen voran Herrn Davutoğlu. Wir durchleben eine sehr ungewöhnliche Zeit. Wir waren über viele Jahre hinweg nicht mit einem solchen Bild konfrontiert. Doch wir stehen einer schmerzhaften Situation gegenüber.

Es ist unsere Pflicht, unsere Lösungsvorschläge für die Probleme, die wir heute erleben, mit der Öffentlichkeit zu teilen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, an der Seite der unterdrückten Palästinenser zu stehen.

Diejenigen, die Gaza seit Jahren praktisch in ein Freiluftgefängnis verwandelt haben, sind durch die Stille, die sie vorfanden, ermutigt worden und sind nun zum Handeln übergegangen, um es auszulöschen. Unsere Freunde haben sich sehr bemüht, nach Gaza zu gelangen, doch leider war dies nicht möglich. Die Abgeordneten der Türkei wollen nach Gaza einreisen, können es aber nicht.

Diejenigen, die das Jahr 1967 vergessen haben, schlagen heute als Lösung vor, Gaza zu räumen. Für uns ist das nicht einmal diskussionswürdig. Dies vorzuschlagen ist Verrat. Das bedeutet nichts anderes, als zu sagen: 'Lasst uns Zypern aufgeben, Israel noch weiter vergrößern und die Al-Aqsa-Moschee schutzlos zurücklassen.' Wir haben dies von Grund auf abgelehnt und werden es auch weiterhin ablehnen.

Wer in seinem eigenen Land keine Gerechtigkeit herstellen kann, dessen Worte gegen Ungerechtigkeiten in anderen Ländern nimmt niemand ernst.

Wenn Sie Journalisten nur deshalb verhaften, weil sie Journalismus betreiben, wird niemand Ihre Worte ernst nehmen.

Auch wenn alle anderen von dieser Sache ablassen, wir werden definitiv nicht aufgeben!"