MHP-Quellen bewerten Treffen zwischen Özel und Bahçeli: 'Große Bedrohung für die Türkei'
Der „aufrichtige Dialog“ zwischen dem MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli und dem CHP-Vorsitzenden Özgür Özel bleibt ein zentrales Thema auf der politischen Agenda. MHP-nahe Quellen wiesen darauf hin, dass die Türkei mit regionalen Bedrohungen konfrontiert sei, und betonten, dass ein gemeinsames Handeln zum Schutz des Landes erforderlich sei.
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Der „aufrichtige Dialog“ des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli mit dem CHP-Vorsitzenden Özgür Özel hat in der Politik zu unterschiedlichen Interpretationen geführt.
Während Özel diesen Dialog mit den Worten bewertete: „Ich habe nichts gesagt, was ich am Morgen politisch geäußert und am Abend wieder revidiert hätte“, widersprach das MHP-Lager dieser Darstellung.
Dem Bericht von Cumhuriyet zufolge interpretierten MHP-nahe Quellen Bahçelis Äußerungen gegenüber Özel wie folgt: „Wir können uns in der Innenpolitik kritisieren, aber gegenüber der Außenwelt müssen wir deutlich zeigen, dass wir in Einheit und Geschlossenheit stehen.“
EINE GESELLSCHAFT OHNE EINHEIT ZERFÄLLT
Den Einschätzungen MHP-naher Quellen zufolge sollten Bahçelis Äußerungen gegenüber Özel als eine Botschaft an die Außenwelt verstanden werden. Hochrangige Parteifunktionäre erklärten: „Unser Vorsitzender sieht die Haltung, die Özel in der Generalversammlung gegenüber Präsident Erdoğan gezeigt hat, als ‚Einheit gegenüber der Außenwelt‘ an und wir bewerten dies als wichtig. Bahçelis Worte sollten in diesem Rahmen betrachtet werden.“
'GROSSE BEDROHUNG FÜR DIE TÜRKEI'
Die MHP betonte das von Devlet Bahçeli stets hervorgehobene Motto: „Zuerst mein Land und meine Nation, dann meine Partei und ich.“
MHP-Funktionäre wiesen darauf hin, dass die Geografie, in der die Türkei liegt, im Laufe der Geschichte immer wieder von äußeren Mächten besetzt werden sollte, und erklärten, dass angesichts der regionalen Bedrohungen, denen das Land gegenübersteht, in Einheit und Geschlossenheit gehandelt werden müsse.
In der Erklärung der MHP wurde zum Ausdruck gebracht, dass die Entwicklungen rund um die Türkei große Gefahren bergen.
Es wurde darauf hingewiesen, dass sich der Irak nach der US-Intervention nicht erholen konnte, und betont, dass Entwicklungen wie die Situation im Iran, der Russland-Ukraine-Krieg im Norden und die Präsenz der PKK/PYD in Syrien die Türkei direkt beeinflussen.
MHP-Funktionäre äußerten zudem, dass Israel mit der Rhetorik des „verheißenen Landes“ darauf abziele, die Region zu kontrollieren, und dass es möglich sei, dass die Ereignisse in Gaza auch auf die Türkei übergreifen könnten; daher unterstrichen sie, dass die Türkei in Einheit und Geschlossenheit handeln müsse.