Verfassungs-Erklärung von Mehmet Metiner: 'Lassen Sie uns die Eigenschaften der Republik diskutieren'
Der ehemalige AKP-Abgeordnete Mehmet Metiner argumentierte, dass einige Eigenschaften der Republik im Einklang mit dem Volkswillen und auf der Grundlage eines freiheitlichen Verständnisses neu formuliert werden könnten.
12punto
Der Vorsitzende der HÜDA PAR, Zekeriya Yapıcıoğlu, der bei den Parlamentswahlen am 14. Mai über die Listen der AKP in die Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) einzog und für seine Nähe zur Hisbullah bekannt ist, hatte in einer Fernsehsendung offen Artikel 4 der Verfassung ins Visier genommen.
Yapıcıoğlu erklärte in seiner Stellungnahme: „Wir sagen, dass es Artikel 4 der Verfassung nicht geben sollte. Ich sage es noch einmal direkt in die Kamera: Wir sagen, dass es Artikel 4 der Verfassung nicht geben sollte. Dass es in der Verfassung unveränderliche Artikel gibt, bedeutet nicht, dass wir alle Artikel, die Sie als unveränderlich bezeichnen, ändern wollen.“
Nach diesem Vorstoß der HÜDA PAR zur Verfassung verfasste der ehemalige AKP-Abgeordnete und Yeni-Şafak-Kolumnist Mehmet Metiner einen bemerkenswerten Artikel zu diesem Thema.
In seiner Kolumne argumentierte Mehmet Metiner, dass einige Eigenschaften der Republik einer Überprüfung bedürfen.
Während Metiner betonte, dass die Nationalhymne, die Amtssprache, die Flagge und die unteilbare Einheit des Landes geschützt werden müssen, erklärte er, dass andere Eigenschaften der Republik mit einem demokratischen und freiheitlichen Verständnis neu formuliert werden könnten.
'DER ARTIKEL ZUR UNVERÄNDERLICHKEIT DER HAUPTSTADT IST NICHT KORREKT'
Metiner argumentierte, er habe zwar keinen Einwand dagegen, dass Ankara die Hauptstadt sei, doch unter außergewöhnlichen Umständen wie einem Krieg könne die Hauptstadt gemäß dem Volkswillen geändert werden. Metiner erklärte, es sei nicht richtig, dass die Änderung der Hauptstadt zu den „nicht vorschlagbaren“ Artikeln gehöre, und betonte, dass die Republik auf dem Volkswillen basieren müsse.
Metiner sagte: „Wer nicht den Volkswillen, sondern die Gründergeneration als oberste Instanz akzeptiert, dessen Vorstellung von der Republik ist eine unterdrückerische Republik“, und fügte hinzu, dass der Wille des Volkes Vorrang haben müsse. Zudem behauptete er, dass das Volk Verfassungsänderungen, die auf dem Volkswillen basieren, in einem Referendum bestätigen könnte, sofern diese zuvor von der TBMM verabschiedet wurden.
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