Was sind die Symptome von Reflux bei Babys und wie lässt er sich behandeln?

Reflux wird als das Zurückfließen von Mageninhalt in die Speiseröhre definiert, obwohl dieser eigentlich im Magen bleiben sollte. Bei Babys ist Reflux ein häufiges Phänomen, das sich meist von selbst bessert, wenn das Kind wächst. Was sind also die Symptome von Reflux bei Babys und wie lässt er sich behandeln? Alles, was Sie über Reflux bei Säuglingen wissen müssen...

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Der medizinische Fachbegriff Gastroösophagealer Reflux (GÖR) bezeichnet zwar eine Verdauungsstörung bei Kindern, doch aufgrund seiner Symptome und Folgen kann er auch andere Organe und Systeme außerhalb des Verdauungstrakts schwerwiegend beeinträchtigen und sogar zu plötzlichem Kindstod führen.

Natürlich ist nicht jedes Erbrechen gleich als Reflux zu deuten. Denn Erbrechen ist bei gesunden Babys ein physiologischer Vorgang und bildet sich in der Regel innerhalb der ersten zwei Lebensjahre von selbst zurück.

Allein wiederholtes Erbrechen reicht für eine Reflux-Diagnose bei Babys nicht aus. Erbrechen nach dem Füttern tritt bei der Hälfte aller Babys unter drei Monaten auf und bei einem Drittel bis zum ersten Lebensjahr.

Bei 5 bis 10 Prozent der Babys hält es sogar über das erste Lebensjahr hinaus an. Wenn das Erbrechen jedoch nicht aufhört und die Häufigkeit zunimmt oder wenn das Baby nicht regelmäßig an Gewicht zunimmt und sein Wachstum beeinträchtigt ist, sollte dies als gastroösophageale Refluxkrankheit (GÖR) eingestuft werden.

'KLINISCHE BEFUNDE KÖNNEN IDENTISCH SEIN'

Prof. Dr. Hikmet Tekin Nacaroğlu erklärte, dass bei Babys mit Refluxkrankheit Beschwerden wie Nahrungsverweigerung, Weinen, Unruhe, Übelkeit, schwallartiges Erbrechen und ausbleibende normale Gewichtszunahme auftreten können. Er betonte, dass Refluxkrankheit und Nahrungsmittelallergien die häufigsten Ursachen für Fütterungsschwierigkeiten bei Babys seien.

Nacaroğlu wies darauf hin, dass blutiger Stuhl, exzessives Weinen, Unruhe, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen sowie Wachstums- und Fütterungsstörungen die Hauptsymptome bei Nahrungsmittelallergien seien, und sagte: „Sowohl bei Nahrungsmittelallergien als auch bei der Refluxkrankheit können die klinischen Befunde identisch sein. Bei einigen Arten von Nahrungsmittelallergien entzündet sich die Speiseröhre durch allergiespezifische Zellen.

Da das Passieren der Nahrung durch die Speiseröhre Schmerzen verursacht, beginnt das Kind zu weinen, sobald es Essen sieht. In diesem Fall wird oft an Reflux gedacht und eine entsprechende Behandlung eingeleitet, doch ohne die auslösenden allergieauslösenden Lebensmittel zu eliminieren, kann durch eine Refluxtherapie keine Heilung erzielt werden.

LEBENSMITTEL, DIE NAHRUNGSMITTELALLERGIEN AUSLÖSEN

Zu den wichtigsten Lebensmitteln, die für Nahrungsmittelallergien verantwortlich sind, zählen Kuhmilch, Eier, Soja, Nüsse, Erdnüsse, Weizen, Fisch und Schalentiere. Bei vielen Babys, bei denen Reflux diagnostiziert wurde, ist keine Behandlung erforderlich. Wenn der Reflux jedoch schwerwiegend ist und das Wachstum des Babys beeinträchtigt wird, wird mit einer Behandlung begonnen“, so Nacaroğlu.

Es wurde zudem festgestellt, dass die Refluxbehandlung in erster Linie mit Änderungen des Lebensstils und der Ernährung beginnt.

WIE LÄSST SICH REFLUX BEI BABYS BEHANDELN?

Es ist hilfreich, Babys nach dem Füttern aufstoßen zu lassen, sie nicht sofort hinzulegen und das Kopfende des Bettes um etwa 30 bis 40 Grad anzuheben.

Die Verwendung eines Schnullers kann den Reflux verringern, da sie die Magenentleerung fördert.

Bei Babys, die mit Flaschennahrung ernährt werden, kann die Gabe von Anti-Reflux-Nahrung den Reflux reduzieren.

Bei gestillten Babys kann die Zugabe von Verdickungsmitteln den Reflux mindern.

Es wurde nachgewiesen, dass die Bauchlage den Reflux im Vergleich zur Rückenlage verringert. Da die Bauchlage jedoch das Risiko für den plötzlichen Kindstod erhöht, ist hierbei äußerste Vorsicht geboten.

In der Wohnung sollte nicht geraucht werden.

Stillende Mütter sollten den Konsum von koffeinhaltigen Lebensmitteln und Schokolade einschränken.

Bei älteren Kindern sollten Lebensmittel wie Schokolade und Koffein vermieden werden. Sie sollten eine Stunde vor dem Schlafengehen nichts mehr essen, auf der linken Seite schlafen und das Kopfende des Bettes hochstellen.