Eltern aufgepasst! Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit und wie wird sie übertragen?
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit, von der wir in letzter Zeit häufig hören, wird aufgrund ihrer Symptome in der Bevölkerung oft mit Masern oder Windpocken verwechselt. Die Krankheit, die durch Nasensekrete, Speichel und Atemwegströpfchen übertragen wird, tritt vermehrt in Kindergärten und geschlossenen Spielbereichen auf. Was ist also die Hand-Fuß-Mund-Krankheit und wie wird sie übertragen?
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit, die normalerweise in den Sommermonaten auftritt, wird in letzter Zeit auch vermehrt im Herbst und Winter beobachtet.
Die Krankheit, die sich in unbelüfteten Umgebungen wohlfühlt und sich besonders in den im Winter bevorzugten geschlossenen Spielbereichen und Kindergärten ausbreitet, bereitet Eltern Sorgen.
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit, eine der typischen Exanthem-Krankheiten im Kindesalter, kann bei Familien zu Befürchtungen führen wie: „Hat mein Kind Masern? Hat es Windpocken?“
Wie können Sie den Unterschied erkennen? Ist es eine ansteckende Krankheit? Wie lange dauert sie normalerweise? Der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Dr. Osman Karlı klärt auf.
Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine Viruserkrankung. Die Erreger sind meist das Coxsackie-Virus A16 und das Enterovirus 71. Sie ist hoch ansteckend.
Wie wird sie übertragen?
- Durch Nasensekrete,
- Speichel,
- Stuhl und
- Atemwegströpfchen.
In welchen Monaten tritt sie häufiger auf?
In den Sommermonaten traten Fälle meist im Zusammenhang mit der Nutzung von Stränden, Pools und Sonnenliegen auf.
Mittlerweile wird sie jedoch auch in den Wintermonaten häufiger beobachtet, da Kindergärten und Kitas Orte mit engem Kontakt sind und geschlossene Spielbereiche eine hohe Zirkulation aufweisen, in denen Hygieneregeln oft nicht ausreichend beachtet werden.
Was sind die Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit?
- Nach der Ansteckung treten meist zunächst hohes Fieber und Halsschmerzen, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit auf.
- An Händen, Füßen, um den Mund herum und manchmal auch im Mundraum bilden sich rote, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen und Ausschläge.
- Aufgrund des Ausschlags kann es zu starkem Juckreiz und Schmerzen kommen.
- Durch die Wunden im Mundraum können Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme und beim Schlucken entstehen.
- Die Ausschläge können sich in seltenen Fällen auch auf den Gesäßbereich, den Rumpf und das Gesicht ausbreiten.
- Die Genesungszeit beträgt etwa 7 bis 10 Tage, und die Ansteckungsgefahr endet im Durchschnitt nach 7 Tagen.
- Betroffene sollten in dieser Zeit zu Hause bleiben und auf Hygiene- und Kontaktmaßnahmen achten, um eine Übertragung auf andere Haushaltsmitglieder zu verhindern.
- Je nach Schweregrad der Erkrankung und Immunstatus der betroffenen Person können in seltenen Fällen Komplikationen wie Meningitis (Hirnhautentzündung), Myokarditis (Herzmuskelentzündung) und Fieberkrämpfe auftreten.

Wie erfolgen Diagnose und Behandlung?
Die Diagnose der Krankheit wird durch die körperliche Untersuchung des Patienten und die klinischen Befunde gestellt. In Fällen, in denen das Krankheitsbild nicht eindeutig ist, können zusätzliche Abstriche und Labortests angefordert werden.
Gibt es eine spezielle Behandlung?
- Es werden Behandlungen zur Linderung der Beschwerden angewendet. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte geachtet werden.
- Auf eine gesunde Ernährung sollte geachtet werden; es sollten reichlich Obst und Gemüse sowie probiotikareiche Lebensmittel konsumiert werden.
- Bei Fieber und Schmerzen können Schmerzmittel und fiebersenkende Medikamente eingesetzt werden.
- Bei Wunden im Mundraum können lokale, anästhetisch-antiseptische Sprays und Gurgellösungen bevorzugt werden.
- Gegen Ausschläge und Juckreiz können topische oder systemische Antihistaminika verwendet werden.
Gibt es die Möglichkeit einer erneuten Erkrankung?
Da mehrere Virustypen diese Krankheit verursachen können und sie keine dauerhafte Immunität hinterlässt, können Personen, die die Krankheit bereits hatten, erneut daran erkranken.
Tritt sie auch bei Erwachsenen auf?
Obwohl selten, können auch Erwachsene an dieser Krankheit erkranken.
Nachrichtenquelle: 12punto
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