Warnung von Ex-Präsident Obama an Israel: „Israel verschärft die humanitäre Krise nicht nur, es radikalisiert sie“

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama warnte im Zusammenhang mit dem Palästina-Israel-Konflikt, dass eine israelische Militärstrategie, die Bedrohungen für Zivilisten ignoriert, letztlich nach hinten losgehen könnte.

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Der ehemalige US-Präsident Barack Obama erklärte auf der Plattform Medium, dass Israel zwar ein „Recht auf Selbstverteidigung“ habe, fügte jedoch hinzu: „Aber die ganze Welt beobachtet die Entwicklungen in der Region genau. Eine israelische Militärstrategie, die menschliche Verluste ignoriert, könnte am Ende nach hinten losgehen.

Obama wies darauf hin, dass bei den Bombardierungen des Gazastreifens Tausende Palästinenser ihr Leben verloren hätten, und teilte die Ansicht: „Viele von ihnen waren Kinder. Hunderttausende Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen.

Obama kritisierte zudem die Gaza-Politik der israelischen Regierung und hielt fest:

„Die Entscheidung der israelischen Regierung, der unter Blockade stehenden Zivilbevölkerung Nahrung, Strom und Wasser abzuschneiden, verschärft nicht nur die ohnehin schon schlimme humanitäre Krise, sondern könnte auch die Haltung der Palästinenser über Generationen hinweg weiter radikalisieren, die weltweite Unterstützung für Israel untergraben, den Feinden Israels in die Hände spielen und die langjährigen Bemühungen zur Sicherung von Frieden und Stabilität in der Region untergraben.“

DER AKTUELLE STAND DER ISRAELISCHEN ANGRIFFE AUF GAZA

Der bewaffnete Arm der Hamas, die Izz ad-Din al-Qassam-Brigaden, startete am Morgen des 7. Oktober einen umfassenden Angriff auf Israel unter dem Namen „Al-Aqsa-Flut“.

Die israelische Armee begann daraufhin mit Dutzenden Kampfflugzeugen Angriffe auf den Gazastreifen.

Es wurde berichtet, dass bei den Angriffen aus Gaza 1400 Israelis, darunter 308 Soldaten, getötet und 5132 Israelis verletzt wurden.

Das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza gab bekannt, dass bei den israelischen Angriffen auf Gaza 5791 Menschen getötet wurden, darunter 2360 Kinder und 1292 Frauen, und 16 297 Menschen verletzt wurden.

Im besetzten Westjordanland wurden bei Angriffen israelischer Streitkräfte und jüdischer Siedler über 90 Palästinenser getötet.

Bei den Zusammenstößen kamen 24 Journalisten ums Leben, darunter 20 Palästinenser, 3 Israelis und ein Libanese.

Bei den seit dem 8. Oktober andauernden Gefechten zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah an der israelisch-libanesischen Grenze wurden neben 30 Hisbollah-Mitgliedern auch 6 Mitglieder des Islamischen Dschihad, 3 der Hamas und 2 Mitglieder der von der Hisbollah unterstützten Sunnitischen Widerstandsbrigaden getötet; zudem kamen 4 Zivilisten, darunter ein Journalist, ums Leben.

Bei Angriffen von libanesischer Seite starben zudem 3 israelische Soldaten und ein israelischer Zivilist.