Drei Sterne, die vor 71 Jahren gesichtet wurden und dann verschwanden, werden immer noch gesucht!
Drei Sterne, die vor 71 Jahren bei Forschungsarbeiten am Palomar-Observatorium im US-Bundesstaat Kalifornien beobachtet wurden, sind nie wieder aufgetaucht.
12punto
Wohin die drei verschwundenen Sterne gegangen sind, ist nach wie vor unbekannt. Eine internationale Forschergruppe hat jedoch in einer noch nicht von Fachleuten begutachteten Studie potenzielle Erklärungen für das Rätsel der verschwundenen Sterne vorgelegt.
WAS WAR PASSIERT?
Das Palomar-Observatorium nahm am 19. Juli 1952 mehrere Fotos desselben Himmelsabschnitts auf, um Objekte wie Asteroiden abzubilden. An jenem Abend gegen 20:52 Uhr wurde das Licht von drei eng beieinander liegenden Sternen fotografisch festgehalten. Die scheinbare Helligkeit (Magnitude) der gesichteten Sterne wurde mit 15 gemessen.
Wie Independent Türkçe berichtet, war auf einem weiteren Foto desselben Himmelsabschnitts, das in derselben Nacht um 21:45 Uhr aufgenommen wurde, zu sehen, dass die Sterne verschwunden waren.
Wissenschaftler beobachteten den Himmel in der Folgezeit weiter, konnten den Haufen jedoch nie wieder sehen. Sterne können zwar explodieren oder kurze Helligkeitsausbrüche erleben, aber sie verschwinden nicht einfach so. Dennoch waren die Beweise eindeutig. Die drei Sterne waren auf dem ersten Bild deutlich zu sehen, auf dem zweiten jedoch nicht mehr.
Daraus lässt sich zwar vermuten, dass die Sterne plötzlich erloschen sind, doch laut Wissenschaftlern ist dies ein eher unwahrscheinliches Szenario.
Bei späteren Untersuchungen konnten zudem keine Beweise dafür gefunden werden, dass die Sterne eine Helligkeit von weniger als 24 Magnituden aufwiesen. Das bedeutet, dass sie um das 10.000-fache oder mehr an Leuchtkraft verloren haben müssten.
Die aktuelle Studie ging der Frage nach, was dazu geführt haben könnte, dass die Sterne so schnell verblassten.
Erste Theorie: Es waren nicht drei Sterne, sondern nur einer
Der ersten in der Studie genannten Möglichkeit zufolge gab es auf dem Bild nicht drei Sterne, sondern nur einen. Vielleicht leuchtete der Stern für kurze Zeit sehr stark auf. Während dies geschah, könnte ein Schwarzes Loch von stellarer Masse zwischen uns und diesem Stern hindurchgezogen sein und dazu geführt haben, dass das Leuchten als drei Bilder wahrgenommen wurde.
DIE ZWEITE THEORIE: ES WAREN KEINE STERNE
Eine weitere Idee ist, dass es sich bei der gesichteten Ansammlung nicht um einen Sternhaufen handelte.
Die drei hellen Punkte liegen 10 Bogensekunden voneinander entfernt. Wenn es sich um drei separate Objekte handelte, könnte etwas ihr Aufleuchten ausgelöst haben.
In Anbetracht der 50-minütigen Zeitspanne, in der die Bilder aufgenommen wurden, deuten Lichtgeschwindigkeit und Kausalität darauf hin, dass der Abstand dieser Objekte zueinander nicht mehr als 6 Astronomische Einheiten betrug.
Dies deutet darauf hin, dass es sich um Objekte aus der Oortschen Wolke (eine kugelförmige, eisige Hülle, die das Sonnensystem umgibt) handeln könnte, bei denen ein Ereignis ein gleichzeitiges Aufleuchten verursacht hat.
DRITTE THEORIE: ES WAREN ÜBERHAUPT KEINE OBJEKTE
Der Studie zufolge gibt es noch eine dritte Theorie, nach der es sich überhaupt nicht um Objekte handelte.
Das Palomar-Observatorium befindet sich in unmittelbarer Nähe der Wüsten von New Mexico, wo in den USA Atomwaffentests durchgeführt wurden.
Radioaktiver Staub, der von den Tests stammte, könnte die Fotoplatten verunreinigt haben und auf einigen Bildern helle Punkte erzeugt haben, auf anderen hingegen nicht.
In ihrer Studie, in der sie die verschiedenen Möglichkeiten für die verschwundenen Sterne darlegen, betonen die Wissenschaftler, dass sie sich nicht sicher seien und unterstreichen die Notwendigkeit, den Himmel weiter zu untersuchen.
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