James-Webb-Teleskop entdeckt die älteste und am weitesten entfernte bekannte Galaxie
Das James-Webb-Weltraumteleskop hat einen neuen Rekord aufgestellt, indem es die am weitesten entfernte bekannte Galaxie identifiziert hat. Laut den Webb-Astronomen Stefano Carniani und Kevin Hainline deutet die enorme Menge an Sternenlicht darauf hin, dass die Galaxie mehrere hundert Millionen Mal so massereich wie die Sonne ist.
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Die Sternenansammlung mit der Bezeichnung JADES-GS-z14-0 wurde in einem Zustand abgebildet, der 290 Millionen Jahre nach dem Urknall liegt, welcher als Ursprung der Expansion des Universums gilt.
Mit anderen Worten: Wenn das expandierende Universum seit dem Urknall 13,8 Milliarden Jahre alt ist, beobachten wir diese Galaxie in einem Stadium, in dem das Universum erst 2 % seines heutigen Alters erreicht hatte.
Das Webb-Teleskop machte diese Entdeckung mithilfe seines 6,5 Meter breiten Primärspiegels und seiner empfindlichen Infrarot-Instrumente.
Der bisherige Rekord des Teleskops lag bei der Identifizierung einer Galaxie, die 325 Millionen Jahre nach dem Urknall existierte.
Astronomen geben an, dass der interessanteste Aspekt der jüngsten Beobachtung nicht die enorme Entfernung, sondern die Größe und Helligkeit von JADES-GS-z14-0 sei.
LICHT WURDE VON JUNGEN STERNEN ERZEUGT
Den Messungen von Webb zufolge ist die Galaxie mehr als 1600 Lichtjahre breit. Die hellsten Galaxien erzeugen ihr Licht meist durch Gas, das in ein supermassereiches Schwarzes Loch fällt. Die Messungen zu JADES-GS-z14-0 deuten jedoch darauf hin, dass das Licht von jungen Sternen erzeugt wird.
Laut den Webb-Astronomen Stefano Carniani und Kevin Hainline bedeutet diese Menge an Sternenlicht, dass die Galaxie mehrere hundert Millionen Mal so massereich wie die Sonne ist.
Dies wirft die Frage auf: "Wie kann die Natur in weniger als 300 Millionen Jahren eine so helle, große und massive Galaxie erschaffen?"