Künstliche Intelligenz als mögliches Risiko für die Finanzstabilität

Der Financial Stability Oversight Council in den USA hat in diesem Jahr erstmals den Einsatz von künstlicher Intelligenz in Finanzdienstleistungen als eine aufkommende Schwachstelle im Finanzsystem identifiziert.

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Der Financial Stability Oversight Council (FSOC) trat unter dem Vorsitz der US-Finanzministerin Janet Yellen zusammen.

Zu den Teilnehmern des Treffens zählten unter anderem der Vorsitzende der US-Notenbank (Fed) Jerome Powell, der Leiter des Office of the Comptroller of the Currency (OCC) Michael Hsu, der Vorsitzende der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) Gary Gensler sowie der Vorsitzende der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) Martin Gruenberg.

Yellen erklärte in ihrer Eröffnungsrede, dass das US-Finanzsystem trotz der im vergangenen Jahr konfrontierten strafferen Finanzbedingungen und der zunehmenden globalen wirtschaftlichen Unsicherheit weiterhin widerstandsfähig geblieben sei.

DER EINSATZ VON KÜNSTLICHER INTELLIGENZ WIRD WEITER ZUNEHMEN

Yellen betonte, dass der Rat weiterhin seine Aufgabe erfülle, die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems zu stärken und eine Vielzahl von Schwachstellen zu überwachen. Dabei werde man weiterhin die Risiken bewerten, die insbesondere aus hohen Zinssätzen und zusätzlicher finanzieller Unsicherheit resultieren.

Janet Yellen hob hervor, dass der Rat in diesem Jahr insbesondere den Einsatz von künstlicher Intelligenz in Finanzdienstleistungen als eine Schwachstelle im Finanzsystem definiert habe, und wies darauf hin, dass die Nutzung von KI beschleunigt werden könnte, während Finanzinstitute weiterhin innovative Technologien bewerten und einführen.

US-Finanzministerin Yellen äußerte, dass die Förderung verantwortungsvoller Innovationen in diesem Bereich die Effizienz des Finanzsystems steigern könne, es jedoch bestehende Grundsätze und Regeln gebe, die im Hinblick auf das Risikomanagement angewendet werden müssten.

Unterdessen verabschiedete der Financial Stability Oversight Council einstimmig seinen Jahresbericht 2023.

In dem Bericht wurde betont, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz bestimmte Risiken mit sich bringen könne, einschließlich Sicherheitsrisiken wie Cyberrisiken und Modellrisiken.

Der Bericht empfiehlt Finanzinstituten, Marktteilnehmern sowie Regulierungs- und Aufsichtsbehörden, ihre Expertise und Kapazitäten zu vertiefen, um KI-Innovationen und deren Nutzung zu überwachen sowie aufkommende Risiken zu identifizieren.