Steigende Temperaturen beeinträchtigen auch vom Aussterben bedrohte Geparden
Es wurde berichtet, dass die vom Aussterben bedrohten Geparden aufgrund veränderter Jagdzeiten häufiger auf wildere Raubtiere wie Löwen und Leoparden treffen könnten.
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Wie CBS News berichtet, haben Forscher Geparden, Löwen, Leoparden und Afrikanische Wildhunde mit GPS-Halsbändern ausgestattet, um die Auswirkungen steigender Temperaturen auf die Beziehungen zwischen fleischfressenden Wildtierarten zu untersuchen. 53 mit Halsbändern versehene große Raubtiere wurden über einen Zeitraum von 8 Jahren (2011-2018) beobachtet.
Die Forscher fanden heraus, dass Geparden, die normalerweise tagsüber jagen, ihre Nahrungssuche bei heißem Wetter auf die Zeit um den Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang verlagern.
JAGDZEITEN HABEN SICH GEÄNDERT
Die Studie ergab, dass an Tagen, an denen die Temperaturen auf bis zu 45 Grad Celsius stiegen, die Überschneidung der Jagdzeiten von Geparden mit konkurrierenden Raubtieren um 15,92 Prozent zunahm.
Die Biologin Briana Abrahms von der University of Washington, eine der Autorinnen der Studie, erklärte: „Veränderte Temperaturen können die Verhaltensmuster großer Raubtierarten sowie die Dynamik zwischen den Arten beeinflussen.“
Der Biologe Kasim Rafiq wies darauf hin, dass Geparden zwar einem höheren Risiko für „feindselige Begegnungen“ ausgesetzt seien, ihre Chancen, Nahrung zu finden, jedoch sinken könnten.
Bettina Wachter, Verhaltensbiologin und Leiterin des Geparden-Forschungsprojekts am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, sagte: „Löwen und Leoparden töten ihre Beute normalerweise selbst, aber wenn sie auf die Beute eines Geparden stoßen, versuchen sie, diese zu stehlen.“
Wachter betonte, dass Geparden nicht mit größeren Katzen um ihre erlegte Beute kämpfen würden.
Wachter verwies auf die Prognose, dass die Temperaturen in den Lebensräumen der Geparden, wie etwa in Botswana, Namibia und Sambia, weiter steigen werden, und betonte in diesem Zusammenhang, dass der Klimawandel in Zukunft ein noch ernsteres Risiko darstellen werde.
Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift „Proceedings of the Royal Society B“ veröffentlicht.