Die Vorbereitung einer neuen Regelung in den USA für chinesisch verbundene Automobilunternehmen zeigt, dass die Branche nicht nur hinsichtlich Elektrofahrzeugen und Zöllen, sondern auch bei den Partnerschafts- und Eigentümerstrukturen der Unternehmen unter die Lupe genommen werden könnte.
Sollte der in Washington diskutierte Gesetzentwurf verabschiedet werden, könnten neben chinesischen Automobilherstellern auch einige internationale Marken, an denen chinesische Investoren bedeutende Anteile halten, mit neuen Beschränkungen in den USA konfrontiert werden.

EIGENTÜMERSTRUKTUR IM FOKUS DES GESETZENTWURFS
In der vorgeschlagenen Regelung ist die Frage, ab welchem Grad eine China-Verbindung bei Unternehmen als problematisch gilt, ein kritischer Punkt. Sollte die im Entwurf diskutierte Eigentumsschwelle von 15 Prozent überschritten werden, könnte eine Einschränkung der Aktivitäten der betroffenen Unternehmen in den USA zur Debatte stehen.
In diesem Zusammenhang ist auch Mercedes-Benz zu einem beachteten Beispiel geworden. Die Tatsache, dass etwa 20 Prozent des Unternehmens in den Händen von Investoren mit China-Bezug liegen, sorgt hinsichtlich der möglichen Auswirkungen des Gesetzentwurfs für Diskussionen. Die derzeitigen Informationen deuten jedoch nicht auf ein sicheres Ergebnis hin, dass Mercedes-Benz vom US-Markt ausgeschlossen wird.
Hintergrund der Regelung ist der rasante Aufstieg chinesischer Unternehmen in den Bereichen Elektroautos, Batterietechnologien und Automobilsoftware. Es wird davon ausgegangen, dass die USA die Risiken wirtschaftlicher und strategischer Abhängigkeiten in diesen Bereichen begrenzen wollen.
Da der Gesetzentwurf noch nicht finalisiert ist, steht noch nicht fest, welche Unternehmen direkt in den Anwendungsbereich fallen und wie mögliche Sanktionen umgesetzt werden. Der Prozess verdeutlicht jedoch, dass globale Investitionsbeziehungen in der Automobilbranche zunehmend Gegenstand politischer und strategischer Bewertungen werden.
Nachrichtenquelle: 12punto