Abschied von Papst Franziskus: Sarg wird in hochrangiger Zeremonie versiegelt
Rom erlebt eine Phase intensiver Diplomatie und Sicherheitsvorkehrungen für die morgige Beisetzung von Papst Franziskus. Während Staats- und Regierungschefs aus aller Welt im Vatikan eintreffen, richtet sich der Blick sowohl auf die Zeremonie als auch auf den Prozess zur Wahl eines neuen Papstes...
Der Vatikan trifft heute die letzten Vorbereitungen für die morgige Beisetzung von Papst Franziskus.
Unter anderem werden der US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie 50 weitere Staatschefs heute in Rom erwartet, um an der Beisetzung am Samstag teilzunehmen.
Italienische und vatikanische Behörden haben das Gebiet um den Petersdom vor der Trauerfeier unter strenge Sicherheitsvorkehrungen gestellt; Drohnen wurden blockiert, Scharfschützen auf den Dächern positioniert und Kampfflugzeuge in Bereitschaft versetzt.
Für die Trauerfeier, zu der mindestens 130 ausländische Delegationen erwartet werden, darunter der argentinische Präsident Javier Milei und der britische Prinz William, wurde eine Flugverbotszone eingerichtet.
SARG WIRD VERSIEGELT
Zehntausende Menschen haben bereits stundenlang in Schlangen gewartet, um Franziskus die letzte Ehre zu erweisen, dessen Sarg heute Abend um 20 Uhr Ortszeit in einer Zeremonie unter Teilnahme hochrangiger Kardinäle geschlossen wird.
Kardinal Kevin Farrell, der als Camerlengo die laufenden Geschäfte des Vatikans bis zur Wahl eines neuen Papstes führt, wird den „Ritus der Versiegelung des Sarges“ leiten.
Nach der Trauerfeier wird der Sarg von Franziskus in einer Prozession zur Basilika Santa Maria Maggiore in Rom gebracht, seiner Lieblingskirche, wo er beigesetzt werden soll. Auf dem schlichten Grab von Franziskus wird nur ein einziges Wort stehen: Franciscus.
Der erste lateinamerikanische Papst der katholischen Kirche war aufgrund einer schweren Lungenentzündung wochenlang im Krankenhaus behandelt worden.
Der argentinische Papst, der schon lange unter gesundheitlichen Problemen litt, widersetzte sich den Anweisungen seiner Ärzte, als er an Ostern, dem wichtigsten Moment im katholischen Kalender, vor die Öffentlichkeit trat.
Nach der Beisetzung richtet sich der Blick auf den Prozess zur Wahl des Nachfolgers von Franziskus. Kardinäle aus der ganzen Welt kehren für die Trauerfeier und das Konklave zur Wahl des neuen Papstes nach Rom zurück. In Abwesenheit des Papstes treffen sich die Kardinäle täglich, um die nächsten Schritte zu beraten.
Ein Datum für das Konklave wurde noch nicht bekannt gegeben, es muss jedoch mindestens 15 und darf höchstens 20 Tage nach dem Tod eines Papstes beginnen. Nur Kardinäle unter 80 Jahren (derzeit etwa 135) sind stimmberechtigt.
Nachrichtenquelle : 12punto
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