DİSK Basın-İş: Jeder dritte Pressebeschäftigte verdient weniger als 30.000 TL!
Die Gewerkschaft der Beschäftigten in Presse, Verlagswesen und Druckerei in der Türkei (DİSK Basın-İş) hat die Ergebnisse ihrer Untersuchung zur Mindestvergütung von Pressebeschäftigten vom März 2025 veröffentlicht, die die Lohn- und Arbeitsbedingungen der Medienschaffenden beleuchtet. Die Studie, an der 125 Pressebeschäftigte aus 65 verschiedenen Medienunternehmen teilnahmen, verdeutlicht die schwierigen Arbeitsbedingungen und die Niedriglohnpolitik in der Branche.
Die Studie der Gewerkschaft der Presse-, Verlags- und Druckereibeschäftigten in der Türkei (DİSK Basın-İş), die unter Beteiligung von 125 Pressebeschäftigten aus 65 verschiedenen Medienunternehmen durchgeführt wurde, hat die schwierigen Arbeitsbedingungen und die Politik der niedrigen Löhne in der Branche offengelegt.
Dem Bericht zufolge liegt das durchschnittliche Gehalt in der Branche bei 39.656 TL; dieser Betrag erreicht nicht einmal das Doppelte des Mindestlohns.
Nur 5 % der Pressebeschäftigten erhalten ein Gehalt, das über der Armutsgrenze liegt. Während die für das Jahr 2025 berechnete Armutsgrenze bei 75.973 TL liegt, arbeitet jeder dritte Pressebeschäftigte für ein Gehalt von unter 30.000 TL.
Selbst Pressebeschäftigte mit 5 Jahren Berufserfahrung haben mit einem Durchschnittsgehalt von 33.526 TL Schwierigkeiten, die Lebenshaltungskosten in Großstädten zu decken.
Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in der Branche beträgt lediglich 2,7 Jahre; 88 % der Beschäftigten sind weniger als 5 Jahre im selben Unternehmen tätig. Der Anteil derjenigen, die 10 Jahre oder länger im selben Betrieb arbeiten, liegt bei nur 6 %.
GEHALTSERHÖHUNGEN IM JAHR 2025 WAREN UNZUREICHEND
Die wichtigsten Ergebnisse der Mindestlohnstudie für Pressebeschäftigte vom März 2025 sind wie folgt:
Die durchschnittliche Lohnerhöhungsrate in der Branche blieb bei 28 %; dieser Wert reicht bei weitem nicht aus, um die Kaufkraft der Beschäftigten angesichts der steigenden Inflation zu schützen.
Drei von vier Pressebeschäftigten erhalten ein Gehalt, das niedriger ist als das Doppelte des Mindestlohns.
Die durchschnittliche Gehaltserwartung der Teilnehmer liegt bei 58.334 TL, was 47 % über dem aktuellen Durchschnitt liegt. Doch selbst dieser Betrag liegt deutlich unter der Armutsgrenze.
29 Pressebeschäftigte geben an, im ersten Quartal des Jahres noch keinerlei Gehaltserhöhung erhalten zu haben.
DIE FORDERUNGEN VON DİSK BASIN-İŞ: MINDESTLOHN, ERFAHRUNGS- UND DIENSTALTERZUSCHLÄGE
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Einführung eines Mindestlohns: Anstelle des allgemeinen Mindestlohns sollte das Gehalt eines Berufseinsteigers in der Pressebranche mindestens das Doppelte des Mindestlohns betragen.
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Gehaltserhöhung nach Erfahrung: Jeder Pressebeschäftigte sollte jährlich eine Erhöhung in Höhe der Mindestlohnanpassung erhalten. Zudem sollte ein Erfahrungszuschlag von 3 % pro Jahr sowie ein Dienstalterszuschlag von 5 % für jedes Jahr im selben Unternehmen angewendet werden.
3. Außendienstzulage: Journalisten, die im Außendienst tätig sind, sollten eine tägliche Außendienstzulage von mindestens 750 TL erhalten.
4. Zusätzliche Unterstützung in Großstädten: Für Pressebeschäftigte in Großstädten sollte unter Berücksichtigung der gestiegenen Lebenshaltungskosten ein Großstadtzuschlag von 25 % gewährt werden.
5. Stärkung der gewerkschaftlichen Rechte: Hindernisse für die gewerkschaftliche Organisierung in der Pressebranche müssen beseitigt, die gewerkschaftlichen Rechte der Pressebeschäftigten geschützt und ausgebaut werden.
Nachrichtenquelle : 12punto
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