Entscheidung von Minister Yusuf Tekin könnte Leutnant Ebru Eroğlu und andere Leutnante retten! „Atatürk“-Rundschreiben an 76.000 Schulen
Gegen Leutnant Ebru Eroğlu und eine Gruppe weiterer Leutnante wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil sie bei der Abschlussfeier der Militärakademie den Eid „Wir sind Soldaten Atatürks“ geleistet hatten. Es stellte sich heraus, dass das Bildungsministerium bereits vor drei Monaten ein Rundschreiben an 76.000 Schulen verschickt hatte, das die Leutnante vor einem Ausschluss aus den türkischen Streitkräften (TSK) bewahren könnte.
Das am 14. August 2024 unterzeichnete Rundschreiben von Bildungsminister Yusuf Tekin wurde an die Generaldirektionen des Bildungsministeriums, die Gouverneure der 81 Provinzen und die nationalen Bildungsdirektionen versandt.
Es wurde gefordert, dass das Rundschreiben, das die kontinuierliche Erziehung atatürkistischer Generationen zum Inhalt hat, an 76.000 Schulen umgesetzt wird.
BEZUG AUF DIE VERFASSUNG
Dem Bericht von Sultan Uçar für die Zeitung Sözcü zufolge ist die erste Seite des achtseitigen Rundschreibens mit der Nummer 2024/53 dem Atatürkismus gewidmet. In dem Rundschreiben, das den „Atatürk-Nationalismus“ betont, wird unterstrichen, dass die Erziehung der neuen Generation zu „Atatürk-Nationalisten“ für die Entwicklung des Landes eine verfassungsrechtliche Notwendigkeit sei.
In dem von Yusuf Tekin unterzeichneten Rundschreiben heißt es: „Unser Ministerium führt Bildungs- und Unterrichtsaktivitäten mit Sorgfalt durch, um Individuen heranzuziehen, die den in Artikel b der Verfassung zum Ausdruck gebrachten Atatürk-Nationalismus sowie unsere nationalen, moralischen, humanitären, spirituellen und kulturellen Werte verinnerlichen, schützen und weiterentwickeln, über freie und wissenschaftliche Denkfähigkeit verfügen sowie kompetent und tugendhaft sind.“
FEINDE ATATÜRKS KÖNNEN NICHT GESCHÜTZT WERDEN!
Der Inhalt des im Rundschreiben erwähnten ‚Artikels b der Verfassung‘ lautet wie folgt: „Im Einklang mit dem vom Gründer der Republik Türkei, dem unsterblichen Anführer und einzigartigen Helden Atatürk festgelegten Nationalismusverständnis sowie seinen Reformen und Prinzipien liegt die Souveränität vorbehaltlos beim türkischen Volk.
Keine Person oder Organisation darf sich außerhalb der in der Verfassung dargelegten freiheitlichen Demokratie und der durch deren Erfordernisse bestimmten Rechtsordnung bewegen. Die Gewaltenteilung bedeutet keine Überlegenheit zwischen den Staatsorganen.
Keine Aktivität kann Schutz vor dem Atatürk-Nationalismus, seinen Prinzipien und Reformen genießen. Als Erfordernis des Laizismus dürfen religiöse Gefühle keinesfalls mit Staatsangelegenheiten und Politik vermischt werden.“
Hier ist das besagte Rundschreiben:
Nachrichtenquelle : 12punto
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