Sein Vater wurde im Ergenekon-Prozess inhaftiert! Oğuzhan Uğurs Beitrag zu 'Fethullah Gülen'
Die Nachricht vom Tod des FETÖ-Anführers Fethullah Gülen fiel mit dem Jahrestag der ersten Anhörung des Ergenekon-Prozesses zusammen. Oğuzhan Uğur erinnerte an die Zeit, in der sein Vater im Rahmen des Ergenekon-Verfahrens inhaftiert war, und sagte vor Gericht: "Es gab nur eine Handvoll Menschen an unserer Seite." Uğur erklärte, dass diejenigen, die "möge er im Feuer schmoren" sagten, den Tod Gülens feierten, und fügte hinzu: "Nicht damals, aber jetzt regnet es Flüche auf ihn herab."
Die Nachricht vom Tod des FETÖ-Anführers steht ganz oben auf der Agenda der sozialen Medien. Nach der Meldung über den Tod des Terroristen Fethullah Gülen fiel ein Zufall besonders auf.
Der Ergenekon-Prozess hatte ebenfalls an einem 20. Oktober begonnen. Das Verfahren gegen 86 Angeklagte wurde am 25. Juli 2008 eröffnet. Die erste Anhörung fand am 20. Oktober 2008 im damaligen Silivri-Gefängnis statt.
SEIN VATER WURDE VOM FETÖ-MITGLIED ZEKERİYA ÖZ VERHAFTET
Oğuzhan Uğurs Vater, Oberst Hasan Atilla Uğur, wurde am 1. Juli 2008 im Rahmen der Ergenekon-Ermittlungen festgenommen und saß 5 Jahre, 8 Monate und 10 Tage in Haft.
Oğuzhan Uğur, der Sohn von Oberst Hasan Atilla Uğur, erinnerte mit einem Beitrag über den Anführer der Terrororganisation an jene Tage.
"Ich erinnere mich gut an diesen Tag. Ich war auch vor Gericht. Es gab nur eine Handvoll Menschen an unserer Seite. Wirklich nur eine Handvoll", sagte er und fuhr fort:
"Ich werde es nie vergessen. Die Journalisten, die jetzt sagen ‚möge er im Feuer schmoren‘, waren damals bei sich zu Hause. Sie bezeichneten das Ergenekon-Komplott als Sieg und feierten es. Auch ein Großteil der Gesellschaft kümmerte sich nicht um diese Situation, machen wir uns nichts vor. Jetzt regnet es wie eine Lawine Flüche auf seinen Leichnam herab. Nicht damals, sondern jetzt. Soll ich mich freuen? Bringt das etwas?
Meine Freunde hatten sogar Angst, am Telefon mit mir zu sprechen. In den sozialen Medien schrieben sie mir: ‚Beleidige den Hodscha nicht, du Gottloser‘. Sie nannten mich einen Putschisten. Die TRT hat geschrieben: ‚Er ist verreckt‘. Dabei war ich zum ersten Mal auf der Verbotsliste der TRT gelandet, weil ich Fethullah als FETÖ bezeichnet hatte. (Ich bin immer noch gesperrt) Was soll ich jetzt tun?
Soll ich mich jetzt mit denen verbünden, die seinerzeit FETÖ die Hände und Füße geküsst haben, und an einem Wettbewerb um die härtesten Verwünschungen teilnehmen? Das werde ich nicht tun. Ich habe mich überhaupt nicht gefreut. Ich kann höchstens sagen: ‚Ich hatte noch eine Rechnung mit diesem Kerl offen! Jetzt muss sie im Jenseits beglichen werden!‘"
Nachrichtenquelle : 12punto
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