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Schnarchen und Schlafen mit offenem Mund bei Kindern können Anzeichen für vergrößerte Rachenmandeln sein

HNO-Spezialist Prof. Dr. Haluk Özkarakaş warnt, dass ein verspäteter Arztbesuch bei vergrößerten Rachenmandeln den Schlaf, das Gehör und die Entwicklung beeinträchtigen kann.

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Schnarchen und Schlafen mit offenem Mund bei Kindern können Anzeichen für vergrößerte Rachenmandeln sein

In den Sommermonaten können veränderte Schlafenszeiten bei Kindern, eine längere Bildschirmzeit und heißes Wetter dazu führen, dass Symptome wie Schnarchen oder Schlafen mit offenem Mund übersehen werden. Experten zufolge können diese Beschwerden bei einigen Kindern zu den frühen Anzeichen vergrößerter Rachenmandeln gehören.

Prof. Dr. Haluk Özkarakaş, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde am Acıbadem Altunizade Krankenhaus, erklärte, dass eine unbehandelte Vergrößerung der Rachenmandeln die Schlafqualität, das Gehör, den schulischen Erfolg sowie das Wachstum und die Entwicklung des Kindes negativ beeinflussen kann. Er betonte, dass das Problem in der Türkei am häufigsten bei Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren auftritt, aber auch bei Schulkindern zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen kann.

Prof. Dr. Haluk Özkarakaş'ın portre fotoğrafı.
Prof. Dr. Haluk Özkarakaş weist darauf hin, dass die Beurteilung und die Entscheidung zur Behandlung bei vergrößerten Rachenmandeln individuell auf das Kind abgestimmt werden müssen.

OPERATION IST NICHT FÜR JEDES KIND DIE ERSTE WAHL

Eine der häufigsten Sorgen in der Bevölkerung bezüglich der Rachenmandeln ist die Annahme, dass ihre Entfernung das Immunsystem schwächen würde. Prof. Dr. Özkarakaş stellte klar, dass die Rachenmandeln zwar Teil des Immunsystems sind, es jedoch zahlreiche weitere lymphatische Gewebe im Körper gibt, die ähnliche Aufgaben übernehmen. Daher führe eine Operation bei geeigneten Patienten nicht zu einer dauerhaften Schwächung der Immunabwehr.

Ein weiterer Irrglaube ist, dass jedes Kind mit vergrößerten Rachenmandeln zwangsläufig schnarchen muss. Tatsächlich beschränkt sich das Krankheitsbild jedoch nicht nur auf Schnarchen. Es können auch Mundatmung aufgrund von verstopfter Nase, häufiges nächtliches Erwachen, unruhiges Hin- und Herwälzen im Bett, Schwitzen im Stirn-, Nacken- und Kragenbereich, Atemaussetzer im Schlaf, schnelle Ermüdung, Konzentrationsstörungen, Verhaltensänderungen und ein Leistungsabfall in der Schule auftreten. Auch Flüssigkeitsansammlungen im Mittelohr und wiederkehrende Ohrenentzündungen können mit vergrößerten Rachenmandeln einhergehen.

Laut Özkarakaş ist eine optische Vergrößerung der Rachenmandeln allein kein Grund für eine Operation. Die Entscheidung für einen chirurgischen Eingriff wird unter Berücksichtigung der Atmung des Kindes, des Schlafmusters, des Vorliegens von Schnarchen oder Schlafapnoe, der Häufigkeit von Ohrenentzündungen, des Hörvermögens und der Lebensqualität getroffen. Während bei manchen Kindern eine Beobachtung und gegebenenfalls eine allergiebezogene Behandlung ausreichen, kann in anderen Fällen eine Operation die geeignetste Option sein.

Auch bei der Einstellung der Eltern, „das Kind soll erst einmal wachsen, die Rachenmandeln schrumpfen von selbst“, ist Vorsicht geboten. Obwohl Rachenmandeln dazu neigen, sich in Richtung Pubertät auf natürliche Weise zu verkleinern, verläuft dieser Prozess nicht bei jedem Kind gleich. In Fällen, in denen die Atmung erschwert ist, Schlafstörungen, häufige Ohrenentzündungen oder Hörverlust auftreten, gilt langes Abwarten nicht als ratsam.

Eine weitere Warnung des Experten betrifft die unkontrollierte Verwendung von Nasensprays und in Apotheken hergestellten Mischpräparaten. Zwar können bei allergischer Rhinitis auf ärztliche Empfehlung steroidhaltige Nasensprays eingesetzt werden, doch wird darauf hingewiesen, dass diese Behandlungen die Rachenmandeln nicht verkleinern. Özkarakaş wies darauf hin, dass manche Mischpräparate Antibiotika oder Silberlösungen enthalten können, und betonte, dass solche Anwendungen nicht ohne wissenschaftliche Grundlage erfolgen sollten.

Prof. Dr. Özkarakaş betonte, dass bei einem Kind, bei dem Symptome wie Mundatmung, Schwitzen und häufiges Hin- und Herwälzen im Bett über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten bestehen, unbedingt eine ärztliche Untersuchung hinsichtlich der Rachenmandeln und einer damit einhergehenden Mandelvergrößerung erfolgen sollte.




Nachrichtenquelle: 12punto

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