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Unsere Ernährungsgewohnheiten erhöhen das Darmkrebsrisiko

Infolge der sich wandelnden Ernährungsgewohnheiten ist heutzutage ein Anstieg der Darmkrebsfälle zu beobachten. Doch welche Lebensmittel erhöhen das Risiko für Darmkrebs? Welche Vorsorgemaßnahmen sollten getroffen werden? Hier sind die Details...

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Unsere Ernährungsgewohnheiten erhöhen das Darmkrebsrisiko

Prof. Dr. Işıl Somalı, Fachärztin für Innere Medizin und Medizinische Onkologie an den Egepol-Krankenhäusern, weist darauf hin, dass der übermäßige Konsum von fettigen Speisen, rotem Fleisch und Fertigprodukten das Darmkrebsrisiko erhöht, und betont die Bedeutung von Früherkennung und Behandlung.

FERTIGPRODUKTE GEHÖREN ZUR RISIKOGRUPPE

Dr. Somalı erklärte: „In Ländern wie den USA, in denen Fast Food und Fertigprodukte häufiger konsumiert werden, war Darmkrebs weiter verbreitet. In letzter Zeit beobachten wir solche Krebsfälle auch in unserem Land immer häufiger. Auch die Häufigkeit des Auftretens in den 40ern nimmt zu. Der sozioökonomische Status wird ebenfalls mit dieser Krebsart in Verbindung gebracht. Da Menschen aus einkommensstarken Gruppen intensiv rotes Fleisch und Fast Food konsumieren, tritt die Krankheit in dieser Gruppe häufiger auf.“

GENETISCHE VERANLAGUNG MÖGLICH

Somalı gab Informationen zur Krankheit: „Darmkrebs kann sich durch die Bildung von Polypen auf der Darmoberfläche entwickeln, die mit der Zeit zu Krebs werden. Je nach Lage der Masse im Darm können die Symptome variieren. Wenn bei männlichen Patienten eine lang anhaltende Anämie vorliegt, kann dies ein Indikator sein. Bei Frauen im gebärfähigen Alter kann Anämie aufgrund von Blutverlust auftreten, aber wenn bei Frauen in den Wechseljahren eine Anämie festgestellt wird, muss unbedingt die Möglichkeit von Darmkrebs untersucht werden.“

Somalı fügte hinzu: „Bei dieser Krankheit spielt auch eine genetische Veranlagung eine Rolle. Es gibt zwei genetische Erkrankungen: das hereditäre nicht-polypöse kolorektale Karzinom (HNPCC) und die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP). Das hereditäre nicht-polypöse kolorektale Karzinom tritt eher in höherem Alter auf. Im Darm finden sich keine massiven Polypen. Bei dieser Art kann es zu genetischen Übertragungen kommen. Bei der adenomatösen Polyposis findet sich in der Regel bei den meisten Familienmitgliedern Darmkrebs, und er tritt bereits in jungen Jahren auf. Wenn es in der Familie andere Fälle dieser Krebsart in jungen Jahren gibt, muss unbedingt eine engmaschige Überwachung erfolgen. Hier finden sich viele Polypen im Darm. Der allgemeine Ansatz ist eine engmaschige Überwachung des Patienten; um den Krebs zu verhindern, ist die vollständige Entfernung des Dickdarms ein präventiver Ansatz.“

JEDER ÜBER 45 SOLLTE EINE KOLONOSKOPIE DURCHFÜHREN LASSEN

Zur endgültigen Diagnose sagte Dr. Somalı: „Die eigentliche Diagnose erfolgt durch eine Kolonoskopie und die Entnahme einer Biopsie aus der Masse. Der allgemeine Ansatz bei der Behandlung der Krankheit ist die Operation. Je nach Ergebnis der Pathologie nach der Operation und dem Stadium der Krankheit wird eine Chemotherapie verabreicht. Nach den Behandlungen werden die 3-monatigen Nachsorgeuntersuchungen und Kolonoskopiekontrollen fortgesetzt. Jeder über 45 Jahre, unabhängig von Geschlecht, sollte sich einer Kolonoskopie-Vorsorgeuntersuchung unterziehen, auch wenn keine Beschwerden vorliegen. Wenn in der Familie bei einem Verwandten 1. Grades eine Krebsdiagnose vorliegt, sollte dieses Screening bereits mit 40 Jahren durchgeführt werden. Der Konsum von Gemüse, Obst, weißem Fleisch und Fisch sollte erhöht werden. Rotes Fleisch sowie verpackte und verarbeitete Lebensmittel sollten gemieden werden. Bei Beschwerden wie Blutungen am After oder im Stuhl, anhaltendem Durchfall oder Verstopfung sollte ein Facharzt aufgesucht werden. Eine frühzeitige Diagnose erhöht sowohl den Behandlungserfolg als auch die Überlebensrate.“


Nachrichtenquelle: 12punto

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