Telefon-Passwort von Rojin Kabaiş konnte nicht geknackt werden
Das Mobiltelefon, das im Mittelpunkt der Ermittlungen zum Tod von Rojin Kabaiş steht, konnte auch bei einer technischen Untersuchung in Spanien nicht vollständig entsperrt werden. Die Anwaltskammer Van teilte mit, dass das erzielte Ergebnis unvollständig sei und die Untersuchungen andauerten.
Im Fall der verschwundenen und später tot aufgefundenen Rojin Kabaiş, einer Erstsemester-Studentin an der pädagogischen Fakultät der Van Yüzüncü Yıl Universität, richtete sich die Aufmerksamkeit auf das Mobiltelefon der jungen Frau. Nachdem Kabaiş am 27. September 2023 ihr Wohnheim verlassen hatte und als vermisst gemeldet worden war, wurde ihr lebloser Körper zwei Wochen später am Ufer des Van-Sees im Stadtteil Mollakasım gefunden.
Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wurde in einem Bericht des Instituts für Rechtsmedizin festgestellt, dass an Kabaiş’ Körper DNA-Spuren von zwei verschiedenen Personen identifiziert wurden. Um den Vorfall aufzuklären, wurden DNA-Analysen bei etwa 195 Personen durchgeführt; unter ihnen befanden sich auch Mitarbeiter der Universität und des Wohnheims.
Eines der wichtigsten Beweisstücke, das in diesem Prozess unter die Lupe genommen wurde, war das Mobiltelefon von Rojin Kabaiş. Da die Bildschirmsperre nicht geknackt werden konnte, wurde das Gerät vor drei Monaten zur Durchführung einer fortgeschrittenen technischen Untersuchung nach Spanien geschickt.
Die Anwaltskammer Van gab eine Erklärung zum aktuellen Status des Telefons ab.
In der Erklärung hieß es: "Es ist bekannt, dass das Mobiltelefon im Fall Rojin Kabaiş, das bis heute nicht entsperrt werden konnte, nach Spanien geschickt wurde, um den Inhalt zu bestimmen, Abbilder zu erstellen und eine technische Untersuchung durchzuführen. Im jüngsten Bericht wurde jedoch mitgeteilt, dass kein vollständiger Zugriff auf das Gerät möglich war und lediglich eine teilweise Untersuchung der Inhalte durchgeführt werden konnte. Für die Aufdeckung der materiellen Wahrheit ist es von großer Bedeutung, dass die digitalen Daten vollständig und überprüfbar untersucht werden. Wir möchten der Öffentlichkeit respektvoll mitteilen, dass wir die Verfolger eines transparenten und effektiven Ablaufs dieses Prozesses sind und bleiben werden."
Da die digitalen Daten nicht vollständig entschlüsselt werden konnten, bleiben einige Punkte in den Ermittlungen weiterhin ungeklärt. Es wird berichtet, dass die technischen Arbeiten an den vorliegenden Beweismitteln, insbesondere am Telefon, fortgesetzt werden, um den Vorfall in allen Aspekten aufzuklären.
Nachrichtenquelle: 12punto
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