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Wichtige Aufhebungsentscheidung des Verfassungsgerichts zur TFF

Das Verfassungsgericht (AYM) hat entschieden, dass einige Bestimmungen in den Gesetzen zu Sportvereinen und -verbänden verfassungswidrig sind und diese aufgehoben. Auch die Bestimmung zur Ernennung der Mitglieder des Schiedsgerichts des Türkischen Fußballverbandes (TFF) wurde für nichtig erklärt.

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Wichtige Aufhebungsentscheidung des Verfassungsgerichts zur TFF

Das Verfassungsgericht hat in seiner jüngsten Entscheidung verschiedene Bestimmungen in den Gesetzen, die den Betrieb von Sportvereinen und -verbänden in der Türkei regeln, für verfassungswidrig erklärt und aufgehoben. Die Entscheidung wurde im Amtsblatt veröffentlicht; die bemerkenswerteste Änderung betrifft die Art und Weise der Bildung des Schiedsgerichts des Türkischen Fußballverbandes (TFF).

Auf Antrag der Republikanischen Volkspartei (CHP) wurden einige Artikel des Gesetzes Nr. 7405 über Sportvereine und Sportverbände, das 2022 in Kraft trat, geprüft. Das höchste Gericht hob insbesondere Bestimmungen auf, die sich auf den Erwerb der Rechtspersönlichkeit von Sportvereinen, die Festlegung der Rechte von Profisportlern und die Bestimmung der Mitglieder des TFF-Schiedsgerichts beziehen.

Zu den aufgehobenen Regelungen gehörte auch die Bedingung, dass Sportvereine vor dem Erwerb der Rechtspersönlichkeit eine Registrierung beim Innenministerium vornehmen müssen. Es wurde betont, dass dieser Artikel gegen den verfassungsrechtlichen Grundsatz verstößt, der garantiert, dass "jeder ohne vorherige Genehmigung Vereine gründen kann".

Der den Verbänden eingeräumte weite Ermessensspielraum in Bezug auf den Status und die Rechte von Profisportlern wurde vom Gericht ebenfalls nicht gebilligt. In der Entscheidung wurde die Notwendigkeit betont, die Grundrechte von Sportlern konkret und klar gesetzlich zu regeln.

Darüber hinaus wurden Artikel, die grundlegende Verfahren zu Disziplinarverstößen und deren Verhandlung statt durch Gesetze durch Verordnungen festlegten, als verstoßend gegen den Grundsatz des Vorrangs der Verfassung bewertet und aufgehoben.

Einer der meistdiskutierten Punkte war die Regelung zum TFF-Schiedsgericht. Gemäß dem betreffenden Gesetzesartikel war vorgesehen, dass die Mitglieder des Schiedsgerichts vom Vorstand des Verbandes gewählt werden und innerhalb einer Woche nach ihrer Vereidigung ihr Amt antreten. Das höchste Gericht kam zu dem Schluss, dass diese Praxis nicht mit der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit des Schiedsgerichts vereinbar ist.

In seiner ausführlichen Begründung stellte das Gericht fest, dass das TFF-Schiedsgericht die letzte Instanz bei Streitigkeiten in der Fußballwelt sei, die Ernennung der Ausschussmitglieder durch den Vorstand jedoch nicht dem Grundsatz des "Rechts auf ein faires Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht" entspreche. Aus diesem Grund wurde entschieden, dass der betreffende Artikel verfassungswidrig ist und aufgehoben wird.

Ebenso wurde festgelegt, dass die Befugnisse und Aufgaben von Sportverbänden nicht durch Verordnungen, sondern direkt durch Gesetze definiert werden müssen, was zu Änderungen in den Regelungen in diesem Bereich führte.

Die getroffene Entscheidung hat eine neue Ära für die sportliche Organisation in der Türkei und die Arbeitsweise vieler Verbände, allen voran im Fußball, eingeleitet. Die Regelungen treten mit ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft, und die betroffenen Institutionen werden in der kommenden Zeit Anpassungen vornehmen müssen, um die gesetzliche Konformität zu gewährleisten.


Nachrichtenquelle: 12punto

AYM TFF