1000 Jahre alte Wikinger-Armreifen vor Straßenbauarbeiten in Norwegen entdeckt
Bei einer archäologischen Ausgrabung vor geplanten Straßenbauarbeiten in der Region Årdal wurden vier silberne Wikinger-Armreifen etwa 20 Zentimeter unter der Erde gefunden.
Eine archäologische Untersuchung vor geplanten Straßenbauarbeiten in der Region Årdal im Südwesten Norwegens hat einen bedeutenden Fund aus der Wikingerzeit zutage gefördert. Bei der Ausgrabung auf dem Gelände eines Bauernhofs wurden etwa 20 Zentimeter unter der Erdoberfläche vier silberne Armreifen entdeckt.
Die Stücke, die zunächst für Kupferdraht gehalten wurden, konnten nach eingehenden Untersuchungen als etwa 1000 Jahre alter Wikingerschmuck identifiziert werden. Experten stufen die Fundstücke aufgrund ihrer Erhaltungsform und ihres Fundortes als eine der bemerkenswertesten Wikinger-Entdeckungen der letzten Jahre ein.

Es wurde mitgeteilt, dass die Ausgrabung im Rahmen einer routinemäßigen archäologischen Untersuchung vor den geplanten Straßenbauarbeiten in der Region eingeleitet wurde. Die vor Ort arbeitenden Archäologen stießen an einer Stelle, an der vermutlich ein kleines Gebäude stand, auf die vier zusammen an einem Ort liegenden Armreifen.


BEDEUTUNG DER ENTDECKUNG
Forschern zufolge werden ähnliche Schätze aus der Wikingerzeit oft durch landwirtschaftliche Aktivitäten von ihrem ursprünglichen Vergrabungsort verschoben. Da die Armreifen in Årdal jedoch ungestört an ihrem Fundort erhalten blieben, haben Archäologen die Möglichkeit, nicht nur die Objekte selbst, sondern auch deren Umgebung gemeinsam zu untersuchen.
Ein abschließendes Ergebnis darüber, warum die Armreifen vergraben wurden, liegt noch nicht vor. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Wertsachen möglicherweise in Zeiten von Unruhen oder bei drohenden Angriffen zum Schutz versteckt wurden. Bei den Ausgrabungen wurden zudem Specksteingefäße, Nieten und Messerteile freigelegt.


Es wird angenommen, dass es sich bei der Region in der Wikingerzeit um eine große und mächtige Hofsiedlung handelte. Daher wird betont, dass die Entdeckung nicht nur aufgrund des künstlerischen und materiellen Wertes des Schmucks von Bedeutung ist, sondern auch wegen der Informationen, die sie über die soziale und wirtschaftliche Struktur der damaligen Zeit liefern kann.

Wissenschaftler gaben bekannt, dass an den Objekten Röntgenaufnahmen, Bodenanalysen und Konservierungsarbeiten durchgeführt werden. Nach Abschluss dieser Arbeiten ist geplant, die silbernen Wikinger-Armreifen den Besuchern in einem Museum zu präsentieren.

Nachrichtenquelle: 12punto
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