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Aussagen von Halit Ergenç und Rıza Kocaoğlu bekannt geworden

Die Schauspieler Halit Ergenç und Rıza Kocaoğlu sind am Justizpalast Çağlayan eingetroffen, um sich in einem Verfahren zu verantworten, in dem ihnen im Rahmen der Ermittlungen zum 'Gezi-Park' vorgeworfen wird, 'falsch ausgesagt' zu haben. Ihnen drohen jeweils bis zu vier Jahre Haft.

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Aussagen von Halit Ergenç und Rıza Kocaoğlu bekannt geworden

Die Schauspieler Halit Ergenç und Rıza Kocaoğlu, die im Rahmen der gegen die Managerin Ayşe Barım geführten 'Gezi'-Ermittlungen als Zeugen ausgesagt hatten, müssen sich heute vor dem 24. Strafgericht erster Instanz in Istanbul wegen des Vorwurfs der 'falschen Zeugenaussage' verantworten; ihnen drohen Haftstrafen zwischen 2 und 4 Jahren. Ergenç und Kocaoğlu erschienen für die Verhandlung am Justizpalast.

Die Künstler, die auf den Fluren des Justizgebäudes auf großes Interesse stießen, erklärten: 'Wir werden hineingehen und unsere Pflicht erfüllen.' In der Verhandlung vor dem 24. Strafgericht erster Instanz in Istanbul gab Halit Ergenç nach der Identitätsfeststellung ein monatliches Einkommen von 300.000 Lira an, Rıza Kocaoğlu bezifferte seines auf 200.000 Lira.

'ICH HABE NICHT GELOGEN'

In seiner Verteidigung sagte Halit Ergenç: 'Ich glaube nicht, dass ich eine Straftat begangen habe, denn ich habe nicht gelogen; ich habe die Fragen beantwortet, die mir gestellt wurden. Ich bin nicht der Meinung, dass ich eine falsche Aussage gemacht habe. Ich wurde im Rahmen der Akte von Ayşe Barım als Zeuge vernommen. Man fragte mich, ob ich Mehmet Ali Alabora, Osman Kavala und Çiğdem Mater kenne. Ich sagte, dass ich Alabora aus meiner Zeit am Konservatorium kenne. Ich sagte, dass ich ihm in beruflichen Umfeldern begegnet bin. Darüber hinaus habe ich erklärt, dass ich keine enge Beziehung zu ihm habe.'

Ergenç führte seine Aussage wie folgt fort:

'Auch wenn ich nicht sehr eng mit Alabora befreundet war, kam es aufgrund seiner Funktion als Vorsitzender der Schauspielergewerkschaft mehrfach zu Treffen. Zu jener Zeit gab es die Gezi-Park-Proteste. Unser Grund für die Teilnahme an den Gezi-Park-Protesten war, dass die Bäume dort nicht gefällt werden sollten. Es war keinesfalls ein Protest gegen den Staat oder die Regierung. Mein Telefonat diente lediglich dazu, dass der Platz zu jener Zeit für Demonstrationen gesperrt war und wir keine Möglichkeit hatten, ihn zu betreten.

Die Treffen mit Alabora fanden statt, um zu klären, wo und wie wir uns treffen könnten; meine anderen Kontakte zu ihm beruhen auf seiner Rolle als Gewerkschaftsvorsitzender. Es gab keinerlei private oder sonstige Anweisungen, die ich erhalten hätte. Mein Grund, zum Gezi-Park zu gehen, war rein umweltschützerischer Natur und diente dem Schutz der Bäume. Das ist auch der Grund, warum ich damals auf Nachfrage angab, keine enge Beziehung zu ihm zu haben; es ist mir nicht möglich, dort eine politische Gesinnung anzunehmen.

Hätte der Staatsanwalt mich während der Ermittlungsphase nach meinen Kontakten gefragt, hätte ich ihm gegenüber genau das erklärt, was ich Ihnen hier dargelegt habe. Da er mich nur fragte, ob ich ihn kenne, sagte ich, dass ich keine enge Beziehung zu ihm habe. Auch beim zweiten Mal habe ich die Gründe für meine Kontakte so dargelegt, wie ich es hier getan habe.'

'ICH WAR DORT, WEIL BÄUME GEFÄLLT WURDEN'

Rıza Kocaoğlu erklärte in seiner Verteidigung:

'Als wir als Zeugen geladen wurden, habe ich versucht, detaillierte Antworten zu geben. Es wurden sehr allgemeine Fragen zu Alabora gestellt; ich sagte, dass ich ihn kenne, dass ich weiß, dass er Vorsitzender der Schauspielergewerkschaft ist, aber dass ich keinen Kontakt zu ihm habe.

Es waren sehr allgemeine Fragen, daher habe ich nach bestem Wissen und Gewissen geantwortet. Es sind etwa 12 Jahre vergangen, daher sagte ich, dass ich keinen Kontakt hatte, weil ich mich nicht daran erinnern konnte, ob wir uns getroffen hatten oder nicht.

Ich hatte erklärt, dass ich vor und nach den Gezi-Park-Ereignissen keinen Kontakt zu ihm hatte. Ich war ausschließlich deshalb im Gezi-Park, weil dort Bäume gefällt wurden. Die Menschenmenge dort war ganz in der Nähe meines Hauses, deshalb habe ich mich angeschlossen. Mein Kontakt zu Alabora beruht darauf, dass er Gewerkschaftsvorsitzender ist.'


Nachrichtenquelle: 12punto

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