Eintritt in Italiens beliebte Stadt Venedig ist jetzt kostenpflichtig
In der für ihre Kanäle berühmten historischen italienischen Stadt Venedig wurde eine Eintrittsgebühr für Tagesbesucher eingeführt, um den täglichen Touristenansturm zu kontrollieren. Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro erklärte: „Wir wollen den Touristenstrom steuern.“
Der Stadtrat von Venedig hatte im September 2023 beschlossen, den Touristenansturm von Tagesbesuchern zu kontrollieren. Die Maßnahme, die an 29 Tagen getestet werden soll, an denen in diesem Jahr ein hohes Aufkommen erwartet wird, trat heute Morgen um 08.30 Uhr Ortszeit erstmals in Kraft.
An den Haupteingängen der Stadt, dem Bahnhof Santa Lucia und der Piazzale Roma, wurden Informationstafeln sowie Zahlungs- und Kontrollpunkte eingerichtet. Einheimische und ausländische Touristen, die ihre Registrierung nicht vorab online vorgenommen hatten, konnten ihre Zahlung an diesen Punkten leisten.
Berichten der italienischen Presse zufolge haben sich für den heutigen ersten Tag der Anwendung 80.000 Personen auf der Website „Contributo di Accesso a Venezia“ (Eintrittsgebühr für Venedig) registriert. Davon zahlten jedoch nur mehr als 7.000 Personen die erforderlichen 5 Euro für den Zugang zum historischen Stadtzentrum.
Es wurde mitgeteilt, dass mit diesen Zahlungen Einnahmen von über 36.000 Euro erzielt wurden.
'WIR WOLLEN DEN TOURISTENSTROM STEUERN'
Mit dieser Maßnahme wird erstmals weltweit eine Eintrittsgebühr für Tagesbesucher einer Stadt erhoben. Andere Städte mit ähnlichem Touristenaufkommen verfolgen die Einführung dieser neuartigen Regelung aufmerksam.
Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro äußerte sich gegenüber der Presse wie folgt: „Die Eintrittsgebühr ist ein weltweit einmaliges Experiment. Es ist ein Versuch, den Touristenstrom zu steuern und eine bessere Lebensqualität für unsere Bewohner und Gäste zu garantieren.“
Einige Touristen, die die Gebühr zahlten, äußerten gegenüber Journalisten ihre Unterstützung für die Maßnahme, um Venedig zu helfen. Andere wiederum kritisierten, dass sich dadurch nichts ändern werde und die Stadt durch diese Kontrollpunkte den Charakter eines Freizeitparks erhalte.

ES GIBT AUCH GEGNER
Gegner der Maßnahme in Venedig hängten an vielen Stellen der Stadt Transparente mit der Aufschrift „Keine Notwendigkeit für ein Ticket-System, um Massentourismus zu verwalten. Nein zum Eintrittsticket am 25. April.“ auf.
Am Tag der Einführung protestierten zudem Hunderte Menschen auf der Piazzale Roma mit Transparenten gegen die Eintrittsgebühr. Die Demonstranten äußerten ihren Unmut gegenüber Bürgermeister Brugnaro, der die Maßnahme eingeführt hat.
Mit ihrer auf Kanälen errichteten Struktur und ihrer historischen Bausubstanz empfängt Venedig jedes Jahr Millionen von Touristen.
Nachrichtenquelle: AA
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