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Antwort eines Karar-Kolumnisten auf Bilal Erdoğans „Gläubiger Mensch“-Aussage

Während Bilal Erdoğans Worte „Wir müssen das Urteil, dass ein gläubiger Mensch ein guter Mensch ist, in der Gesellschaft wieder stärken“ für öffentliche Diskussionen sorgen, hinterfragt der Karar-Kolumnist Yusuf Ziya Cömert, warum dieser Aufruf überhaupt notwendig geworden ist.

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Antwort eines Karar-Kolumnisten auf Bilal Erdoğans „Gläubiger Mensch“-Aussage

Bilal Erdoğan, Sohn des AKP-Vorsitzenden und Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan, sorgte kürzlich mit seinen Äußerungen bei der Generalversammlung der Türkischen Jugend-NGOs für Aufsehen. Seine Worte: „Wir müssen das Urteil, dass ein gläubiger Mensch ein guter Mensch ist, in dieser Gesellschaft wieder stärken“, fanden in den Medien ein breites Echo.

Auf diesen Vorstoß Erdoğans reagierte der Karar-Kolumnist Yusuf Ziya Cömert. In seiner Kolumne setzte er sich damit auseinander, warum bestehende Wahrnehmungen möglicherweise geschwächt sind, und wies auf die möglichen Gründe für die Erschütterung des gesellschaftlichen Vertrauens hin.

Cömert fragte: „Es wurde von der Notwendigkeit gesprochen, den Glauben daran, dass ein gläubiger Mensch ein guter Mensch ist, in der Gesellschaft wiederherzustellen. Doch wir müssen uns die Frage stellen: In welchen Zeiten war dieser Glaube stark und warum wurde eine solche Sichtweise beschädigt?“

Cömert äußerte sich in seinem Artikel wie folgt:

'HEISST DAS, WIR HABEN RECHT UND IHR HABT ES FALSCH WAHRGENOMMEN?'

„Der Sohn von Staatspräsident Erdoğan und Vorsitzende des Kuratoriums der İlim Yayma Stiftung, Bilal Erdoğan, hielt eine Rede bei der Generalversammlung der Türkischen Jugend-NGOs.

Er sagte, es sei nicht richtig, die Jugend ständig als Bedrohung oder Problem zu betrachten, und man müsse sich von diesen pessimistischen Diskursen befreien, die der Gesellschaft aufgezwungen würden.

Er sagte: ‚Es ist zwingend erforderlich, das Urteil, dass ein gläubiger Mensch ein guter Mensch ist, in der Gesellschaft wieder zu stärken.‘

Hier müssen wir nachdenken.

Wann war das Urteil, dass ein gläubiger Mensch ein guter Mensch ist, in der Gesellschaft stark?

Wann hat es sich abgeschwächt?

Könnte es zum Beispiel sein, dass es sich abgeschwächt hat, nachdem Menschen, die von sich behaupten, gläubig zu sein, an die Macht kamen?

‚Die Wahrnehmung, dass die Quelle des Guten von Muslimen kommt, muss in der Gesellschaft fest verankert werden.‘

Klagen wir über dieses ‚Urteil‘ oder diese ‚Wahrnehmung‘ oder über die ‚Tatsache‘?

Werden wir die ‚Wahrnehmung, dass die Quelle des Guten von Muslimen kommt‘ dadurch verankern, dass wir uns selbst ändern, uns bessern?

Indem wir keine Korruption mehr begehen, auf Kompetenz und Qualifikation achten, das Recht von Waisen nicht verletzen, Menschen mit Gerechtigkeit und Barmherzigkeit behandeln…

Oder indem wir die Gesellschaft davon überzeugen, dass unser Handeln mit Gerechtigkeit, Qualifikation, Kompetenz und Rechtschaffenheit im Einklang steht?

Heißt das also: Wir haben recht und ihr habt es falsch wahrgenommen?“


Nachrichtenquelle: 12punto

Bilal Erdoğan