Auf die Wohnadresse von Innenminister Yerlikaya waren zwei Aufenthaltstitel für Ausländer registriert
In Ankara kam heraus, dass zwei auf den Namen von Ausländern ausgestellte Aufenthaltstitel auf die Wohnadresse von Innenminister Ali Yerlikaya registriert waren. Dieser Skandal, der bei Überprüfungen durch die Migrationsbehörde aufgedeckt wurde, wirft Fragen zum Registrierungssystem des Ministeriums auf.
Im Bezirk Çankaya in Ankara hat ein Skandal in der Residenz von Innenminister Ali Yerlikaya für großes Aufsehen in der Öffentlichkeit gesorgt. Bei Adressüberprüfungen, die von der Migrationsbehörde des Innenministeriums durchgeführt wurden, stellte sich heraus, dass zwei Ausländer auf die Adresse der Ministerresidenz gemeldet waren. Es wurde festgestellt, dass es sich bei diesen beiden Personen um Militärschüler handelt.
Laut einem Bericht von Tolga Şardan von T24 hat die Migrationsbehörde landesweit mit Adressverifizierungen für Asylsuchende und Inhaber befristeter Aufenthaltstitel begonnen, die durch Polizei- und Gendarmerieeinheiten durchgeführt werden. Die Provinzdirektion für Migration in Ankara erstellte ebenfalls Listen für die Adressüberprüfungen in der Hauptstadt und leitete diese an die örtlichen Polizeidienststellen weiter.
Während der im Mai durchgeführten Kontrollen suchte ein Wachmann im Bezirk Çankaya eine Adresse in der Nähe von Atakule auf, um zu überprüfen, ob die dort gemeldeten Personen tatsächlich dort lebten. Es wurde behauptet, dass auf der Liste des Wachmanns die Namen von zwei Ausländern standen, die in der Residenz von Innenminister Ali Yerlikaya gemeldet waren. Der Wachmann wurde von den für die Sicherheit der Residenz zuständigen Polizeibeamten als verdächtig eingestuft, woraufhin der Vorfall der zuständigen Polizeidienststelle gemeldet wurde.
Nach dem Vorfall soll Innenminister Ali Yerlikaya die Entsendung von Inspektoren angeordnet haben. Bei den Untersuchungen wurde festgestellt, dass es sich bei den beiden Personen an der betreffenden Adresse um kirgisische Militärschüler handelte, die einen langfristigen Aufenthaltstitel beantragt hatten, um an den Wochenenden Ausgangserlaubnisse zu erhalten.
Nach diesen Entwicklungen kam es in der Provindirektion für Migration in Ankara zu Entlassungen; gegen mehr als 10 Mitarbeiter wurden verwaltungsrechtliche Schritte eingeleitet.
Nachrichtenquelle: 12punto
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