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DEM-Partei fordert erneut Veröffentlichung der İmralı-Protokolle: 'Inakzeptabel'

Die Sprecherin der DEM-Partei, Ayşegül Doğan, forderte während einer laufenden Sitzung der Kommission, dass die Protokolle des Gesprächs mit dem PKK-Anführer Abdullah Öcalan der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Doğan erklärte, eine gegenteilige Entscheidung sei inakzeptabel.

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DEM-Partei fordert erneut Veröffentlichung der İmralı-Protokolle: 'Inakzeptabel'

Während die Sitzung der Kommission für Nationale Einheit, Solidarität und Demokratie im Parlament andauert, bei der eine Entscheidung zu den İmralı-Protokollen erwartet wird, kam ein bemerkenswerter Appell aus den Reihen der DEM-Partei. Die Sprecherin der DEM-Partei, Ayşegül Doğan, betonte, dass die Kommission eine historische Funktion erfülle, und forderte die Offenlegung der Protokolle gegenüber der Öffentlichkeit.

„DIESE ENTSCHEIDUNG WURDE MIT UNVOLLSTÄNDIGER REPRÄSENTANZ GETROFFEN“

Ayşegül Doğan erklärte, man habe sich gewünscht, dass das Treffen mit der Delegation, die auf die Insel İmralı gereist war, und dem PKK-Anführer Abdullah Öcalan unter Beteiligung aller politischen Parteien stattfindet, was jedoch nicht habe umgesetzt werden können. Doğan merkte an, dass die Entscheidung mit unvollständiger Repräsentanz getroffen worden sei, der Prozess jedoch trotz dessen fortlaufe.

Doğan betonte, dass die Beratungen in der Kommission transparent geführt werden müssten und es von entscheidender Bedeutung sei, dass der Prozess gesellschaftlich verankert werde und öffentlich voranschreite. Sie erklärte, dass keine Informationen, die mit der Gesellschaft geteilt werden sollten, zurückgehalten werden dürften.

AUFRUF: „PROTOKOLLE MÜSSEN DIREKT VERLESEN WERDEN“

Doğan forderte, dass die Protokolle des Gesprächs, das die aus Vertretern der AKP, MHP und DEM-Partei bestehende dreiköpfige Delegation mit Öcalan geführt hatte, in der Kommission offen verlesen werden; indirekte Darstellungen seien nicht notwendig. Sie verlangte, dass das Gespräch direkt wiedergegeben werde und die der Kommission vorgelegten Informationen für jeden Interessierten zugänglich sein sollten.

Während der laufenden Kommissionssitzung erklärte Doğan, man erwarte, dass die Entscheidung auf eine Veröffentlichung der Protokolle hinauslaufe, und fügte hinzu, dass eine gegenteilige Situation inakzeptabel wäre. Sie betonte, dass der Prozess bisher nicht geheim geführt worden sei und dies auch in Zukunft nicht der Fall sein dürfe.

ERKLÄRUNG ZUR „ZWEITEN PHASE DES PROZESSES“

Doğan äußerte, dass auch die Pläne der Kommission für den Übergang in die zweite Phase in der Öffentlichkeit mit Interesse verfolgt würden, und sagte, der Prozess befinde sich an einer historischen Schwelle. Sie betonte, dass alle politischen Parteien eine gemeinsame Haltung für die Demokratisierung der Türkei einnehmen müssten.

AUFRUF AN DIE GENERALVERSAMMLUNG FÜR GESETZLICHE REGELUNGEN

Doğan wies auf die Bedeutung gesetzlicher Regelungen für Frieden und demokratische Integration hin und erklärte, dass dieser Prozess in der Generalversammlung des Parlaments und in allen relevanten Ausschüssen behandelt werden müsse. Sie forderte eine gemeinsame Arbeit an Friedensgesetzen, Gesetzen zur demokratischen Integration sowie Regelungen für Freiheiten und gesellschaftliche Integration.

Doğan bezeichnete einen dauerhaften Frieden als eines der kritischsten Themen für die Völker der Türkei und erklärte, man erwarte, dass die Entscheidung der Kommission in einen Bericht mit Empfehlungscharakter münde; jede politische Partei werde ihre eigenen Vorbereitungen teilen, und der Prozess müsse sich zu einer gemeinsamen Arbeit entwickeln.

EINSPRUCH GEGEN DAS JUSTIZPAKET

Bezüglich des Justizpakets verwies Doğan darauf, dass Terrorstraftaten nicht in das Paket aufgenommen wurden, und betonte, dass ihre Partei das Prinzip der Gleichheit bei der Strafvollstreckung als Grundlage betrachte. Dieses Prinzip müsse nicht nur für das aktuelle Paket, sondern für alle zukünftigen gesetzlichen Regelungen berücksichtigt werden.

Doğan erklärte, dass die Kultur der Straflosigkeit bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder beseitigt werden müsse, und betonte, dass es unmöglich sei, eine andere Haltung gegenüber gesetzlichen Regelungen einzunehmen, bei denen die Prinzipien von Recht, Gleichheit und Gerechtigkeit nicht gewahrt würden.


Nachrichtenquelle: 12punto

Ayşegül Doğan Abdullah Öcalan