Hochrangiger Rücktritt in der İYİ-Partei vor dem Parteitag!
Der stellvertretende Vorsitzende der İYİ-Partei, Birol Aydemir, hat seinen Rücktritt von seinem Amt und seinen Austritt aus der Partei bekannt gegeben.
Der stellvertretende Vorsitzende der İYİ-Partei, Birol Aydemir, ist zurückgetreten.
Die İYİ-Partei, die beschlossen hatte, bei den Kommunalwahlen "frei und unabhängig" anzutreten, konnte am Abend des 31. März nicht das erwartete Ergebnis erzielen.
Mit einem Stimmenanteil von 3,77 Prozent fiel die İYİ-Partei landesweit auf den sechsten Platz zurück. Die Vorsitzende der İYİ-Partei, Meral Akşener, kündigte daraufhin einen Parteitag an und erklärte, dass sie nicht erneut kandidieren werde.
Während sich in der İYİ-Partei alle Augen auf den Parteitag am 27. April richteten, erreichte die Nachricht vom Rücktritt die Öffentlichkeit.
Der stellvertretende Vorsitzende der İYİ-Partei, Birol Aydemir, gab bekannt, dass er von seinem Amt und aus der Parteimitgliedschaft zurückgetreten ist.
Birol Aydemir, der seinen Rücktritt über seinen Social-Media-Account bekannt gab, äußerte sich wie folgt:
"Ich möchte der Öffentlichkeit mitteilen, dass ich von meinen Ämtern in der İYİ-Partei und aus meiner Mitgliedschaft zurückgetreten bin. Ich habe die Politik stets nur als ein Mittel gesehen, um Gutes für unser Land und unsere Nation zu bewirken. Aus diesem Grund bin ich in die Politik gegangen. Denn unser Land, in dem die institutionelle Struktur sehr schwach ist, ist in all seinen sozialen, wirtschaftlichen und rechtlichen Komponenten übermäßig von der Politik beeinflusst. Ich habe nicht davor zurückgeschreckt, meine Meinung in den Entscheidungsgremien unserer Partei auf dem Weg zur "richtigen" Alternative in der aktuellen politischen Atmosphäre unseres Landes zu äußern. Leider musste ich jedoch mit Bedauern feststellen, dass ich mit meinen Kollegen in der Partei nicht mehr auf demselben Kurs weitergehen kann. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, die İYİ-Partei zu verlassen. Ich werde jedoch auch in Zukunft mein Wissen und meine Erfahrung in den Dienst unseres Landes stellen und hoffe, in diesem Sinne weiterarbeiten und produktiv sein zu können.
Wir durchleben eine der schwierigsten Perioden der Geschichte der Republik. Weder junge noch alte Menschen haben noch Hoffnung. Das wahre Bedürfnis des Landes ist heute nicht das "Aufrechterhalten ideologischer Gedanken". Das Problem dieses Landes ist der Vater, der seinem Kind auf dem Heimweg nicht das "Gewünschte" kaufen kann. Es sind die Millionen, die ihre Rechnungen nicht bezahlen können. Es sind diejenigen, die ihre Miete nicht zahlen können. Es ist die Familie, die ihr Kind, das außerhalb der Stadt einen Studienplatz bekommen hat, nicht finanzieren kann. Das Überlebensproblem der Türkei sind die erschöpften Menschen. Wir erleben einen Prozess, in dem Gerechtigkeit in fast keinem Bereich existiert, das Recht mit Füßen getreten wird, die Justiz nicht funktioniert, Freiheiten eingeschränkt sind, Institutionen stark geschwächt wurden, Loyalität statt Kompetenz als Grundlage dient und es an Transparenz und Rechenschaftspflicht in der öffentlichen Verwaltung mangelt. All dies ist ein echtes Überlebensproblem für unser schönes Land. Und für all dies ist das gesamte politische System, sowohl die Regierung als auch die Opposition, verantwortlich.
In der Politik unseres Landes wurden Sprache, Stil und Spielregeln korrumpiert, aber eines hat sich nicht geändert: Wer sich dem Volk zuwandte, fand stets Zuspruch. Diejenigen, die sich auf bestimmte ethnische/soziale Trennungen konzentrierten, blieben jedoch in einem engen Fenster gefangen, das zwar rhetorisch reich war, aber niemals den eigenen Kreis verlassen konnte oder wollte. Das Bild, das sich bei den Kommunalwahlen am 31. März 2024 ergab, sagt uns nur eines: die Tatsache, dass eine konsistente Zentrumspolitik, fernab von Polarisierung, von lebenswichtiger Bedeutung ist.
Ich glaube nicht, dass die bestehenden politischen Parteien und/oder ideologischen Parteien eine Zentrumspolitik betreiben können. Das Bedürfnis unseres Landes nach einem demokratischen, freiheitlichen, partizipativen, transparenten und rechenschaftspflichtigen politischen System und einer entsprechenden Ordnung wächst von Tag zu Tag. Zentrumspolitik ist eigentlich eine Politik der Vernunft und der "Werte", fernab von Ideologien. Ich denke, dass die Zukunft der Türkei von Politikern und politischen Parteien abhängt, die an Werte und Prinzipien wie Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Transparenz, Rechenschaftspflicht und Kompetenz glauben und diese VERINNERLICHT haben.
An dieser Stelle möchte ich Frau Meral Akşener, mit der ich in der vergangenen Zeit einen gemeinsamen Weg gegangen bin und die mir zunächst das Amt des Chefberaters und danach das des stellvertretenden Vorsitzenden anvertraut hat, noch einmal meinen Dank aussprechen. Ich danke auch allen Kollegen, mit denen ich die Gelegenheit hatte zusammenzuarbeiten. Während ich hoffe, dass der außerordentliche Parteitag der İYİ-Partei am 27. April 2024 erfolgreich verläuft, wünsche ich den aktuellen Präsidentschaftskandidaten viel Erfolg. Mit Respekt und Grüßen.."
Mit Respekt gegenüber der Öffentlichkeit...
— Birol Aydemir (@BirolAydemir15) 25. April 2024
Ich möchte der Öffentlichkeit mitteilen, dass ich von meinen Ämtern in der İYİ-Partei und aus meiner Mitgliedschaft zurückgetreten bin.
Ich habe die Politik stets nur als ein Mittel gesehen, um Gutes für unser Land und unsere Nation zu bewirken. Aus diesem Grund bin ich in die Politik gegangen. Denn unser Land, in dem die institutionelle Struktur sehr schwach ist…
Nachrichtenquelle: 12punto
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