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Vorstoß von Şamil Tayyar zur 'neuen Verfassung': Nicht auf der Agenda der Bevölkerung

Der ehemalige AKP-Abgeordnete Şamil Tayyar kritisierte das Narrativ der Regierung bezüglich einer "neuen Verfassung" und erklärte, dass es in der Bevölkerung kein solches Verlangen gebe. Tayyar betonte, dass Themen wie die Lebenshaltungskosten, Arbeitslosigkeit und die Flüchtlingsproblematik für die Menschen Priorität hätten.

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Vorstoß von Şamil Tayyar zur 'neuen Verfassung': Nicht auf der Agenda der Bevölkerung

Während die AKP nach ihrer Niederlage bei den Kommunalwahlen am 31. März das Thema "neue Verfassung" wieder auf ihre Agenda gesetzt hat, kam ein bemerkenswerter Vorstoß vom ehemaligen AKP-Abgeordneten Şamil Tayyar.

In einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account erklärte Tayyar, dass der Wunsch nach einer neuen Verfassung nicht auf der Agenda der Bevölkerung stehe.

DER WUNSCH NACH EINER NEUEN VERFASSUNG STEHT NICHT AUF DER AGENDA DER BEVÖLKERUNG

Tayyar kritisierte das Beharren der Regierung auf einer Verfassungsänderung mit den Worten: “Der Wunsch nach einer neuen Verfassung schafft es nicht einmal unter die ersten 20 Punkte auf der Agenda der Bevölkerung. Zudem haben wir nirgendwo, wo wir unterwegs waren, auch nur eine einzige Person getroffen, die eine neue Verfassung gefordert hätte.” Tayyar zählte die Lebenshaltungskosten, Arbeitslosigkeit, Flüchtlinge sowie den Mangel an Kompetenz und Eignung als die vorrangigen Probleme der Bevölkerung auf.

In seiner Nachricht hielt Tayyar Folgendes fest:

"In den Agenda-Analysen von Meinungsforschungsinstituten stechen 4 Probleme hervor: Lebenshaltungskosten, Arbeitslosigkeit, Flüchtlinge und der Mangel an Kompetenz/Eignung. Der Wunsch nach einer neuen Verfassung schafft es nicht einmal unter die ersten 20. Zudem haben wir nirgendwo, wo wir unterwegs waren, auch nur eine einzige Person getroffen, die eine neue Verfassung gefordert hätte."

ERDOĞAN HATTE GESAGT: 'ES GIBT EINEN BEDARF FÜR EINE NEUE VERFASSUNG'

Der Präsident und AKP-Vorsitzende Recep Tayyip Erdoğan hingegen hatte erklärt, dass die Türkei eine neue Verfassung brauche, und Folgendes gesagt:

''Eine neue, zivile Verfassung ist eine Schuld gegenüber unserer Nation. Wir alle wissen, dass eine Verfassung, die aus einem Putsch hervorgegangen ist, der türkischen Demokratie nicht würdig ist. Wir möchten unsere Nation mit einer neuen, zivilen und inklusiven Verfassung zusammenbringen. Wir haben unsere roten Linien bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht. Natürlich kann die Äußerung von Gedanken in der demokratischen Politik nicht verhindert werden. Selbst wenn wir nicht zustimmen oder es nicht für richtig halten, müssen wir unterschiedlichen Meinungen mit Toleranz begegnen. Wir haben darauf geachtet, diese Linie bis heute zu wahren. Wir glauben jedoch, dass maximalistische Rhetorik eher hinderlich ist, anstatt einen Beitrag zur Verfassungsdebatte zu leisten. Ich unterstreiche es noch einmal: Für uns gibt es keinerlei Diskussion über die ersten 4 Artikel der Verfassung. Insbesondere die Volksallianz hat ein solches Problem oder ein solches Anliegen nicht. Die Haltung, Einstellung und Herangehensweise unserer Partei zu diesem Thema ist sehr klar. Wir haben den Wunsch, den Prozess der neuen Verfassung mit dem größtmöglichen gesellschaftlichen Konsens zu führen und erfolgreich abzuschließen. Wir wollen unsere Nation so schnell wie möglich von der Putsch-Verfassung befreien und den Weg für die Türkei ebnen. Wir glauben auch, dass die politische Institution dem Prozess der neuen Verfassung mit einem konstruktiven und moderaten Verfassungsverständnis begegnen sollte.''


Nachrichtenquelle: 12punto

Şamil Tayyar neue Verfassung