„Ein Team aus Kurdistan ist heute in die Süper Lig aufgestiegen“: Ahmet Türk verteidigt sich nach heftiger Kritik
Die Äußerung „Ein Team aus Kurdistan ist heute in die Süper Lig aufgestiegen“, die der suspendierte Oberbürgermeister von Mardin, Ahmet Türk, bei den Feierlichkeiten zum Aufstieg von Amedspor in die Süper Lig tätigte, steht im Zentrum einer politischen Debatte. Während von Seiten des Präsidialamtes und der Volksallianz (Cumhur İttifakı) scharfe Reaktionen folgten, nahm Ahmet Türk nun zu der Kritik Stellung.
Die Äußerungen bei den Feierlichkeiten für den in die Süper Lig aufgestiegenen Verein Amedspor haben eine neue politische Kontroverse ausgelöst. Die Worte des suspendierten, der DEM-Partei angehörenden Oberbürgermeisters von Mardin, Ahmet Türk, der während der Feierlichkeiten sagte: „Ein Team aus Kurdistan ist heute in die Süper Lig aufgestiegen, ich bin hoffnungsvoll“, sorgten in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen.
Nach der Erklärung folgten von Seiten des Präsidialamtes und der Volksallianz (Cumhur İttifakı) nacheinander scharfe Stellungnahmen.
SCHARFE KRITIK VON OKTAY SARAL
Der Chefberater des Präsidenten, Oktay Saral, reagierte in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account auf die Worte von Ahmet Türk.
Saral erklärte: „Auf diesem Boden gibt es keinen Staat namens ‚Kurdistan‘ und wird es auch niemals geben. Der Name dieses Staates ist die Republik Türkei. Es steht niemandem zu, über den Fußball separatistische Ambitionen zu schüren; wenn man spricht, sollte man seine Grenzen und seinen Platz kennen.“
Auch Mustafa Destici gehörte zu denjenigen, die auf die Aussagen von Ahmet Türk reagierten. Der Vorsitzende der Partei der Großen Einheit (BBP), Destici, zitierte Ahmet Türk in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account und schrieb: „Was für ein Kurdistan, verdammt! Das hier ist die Republik Türkei. Wenn es dir nicht gefällt, dann verschwinde doch…“
AHMET TÜRK ANTWORTET
Nachdem die Kritik immer lauter wurde, äußerte sich Ahmet Türk in einer Sendung bei İlke TV.
Türk sagte: „Wenn wir von Kurdistan sprechen, meinen wir nicht nur die Kurden; dort leben auch Syrer, Armenier und Araber. All diese sind kurdistanische Völker.“
Ahmet Türk betonte, dass Amedspor nicht nur das Team eines bestimmten Segments, sondern das Team der gesamten Türkei sei, und fügte hinzu, dass die kurdischen Lieder und Slogans auf den Tribünen als Spiegelbild der Sprache und Kultur eines Volkes betrachtet werden sollten.
In seiner Erklärung sagte Türk: „Wenn man das nicht akzeptiert, wird man in diesem Land niemals Frieden und Brüderlichkeit erreichen können.“
„ICH NEHME DESTİCİ NICHT ERNST“
Während der Sendung wurde Ahmet Türk auch auf die Aussagen des BBP-Vorsitzenden Mustafa Destici angesprochen.
In seiner Antwort auf diese Frage sagte Türk: „Ich nehme Mustafa Destici nicht ernst. Er ist niemand, dem man antworten müsste.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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