Biden warnt Israel vor Rafah-Offensive! 'Wir sind dagegen...'
US-Präsident Joe Biden wies auf die hohe Zahl getöteter palästinensischer Zivilisten bei den israelischen Angriffen im Gazastreifen hin und erklärte, man sei gegen einen Einmarsch Israels in Rafah, ohne dass zuvor ein umfassender und akzeptabler Plan vorliege.
US-Präsident Joe Biden hielt nach seinem Treffen mit dem jordanischen König Abdullah II. eine gemeinsame Pressekonferenz im Weißen Haus ab.
Biden merkte an, dass sie die aktuellen Entwicklungen im Gazastreifen und im Nahen Osten umfassend erörtert hätten. Er betonte, dass er und der König eine enge und freundschaftliche Beziehung pflegten und dass zwischen den beiden Ländern eine starke, auf gemeinsamen Interessen basierende Verbindung bestehe.
Mit Blick auf die israelischen Angriffe im Gazastreifen sagte Biden: "Im Krieg, der seit vier Monaten andauert, hat das palästinensische Volk unvorstellbares Leid und Verluste erfahren. In diesem Konflikt wurden zu viele, mehr als 27.000 unschuldige palästinensische Zivilisten getötet, darunter Tausende Kinder."
Biden wies darauf hin, dass Hunderttausende Palästinenser keinen Zugang zu Nahrung, Wasser und anderen Grundbedürfnissen hätten, und fügte hinzu: "Viele Familien haben nicht nur einen, sondern gleich mehrere Angehörige verloren und können nicht einmal um sie trauern oder sie beerdigen, weil es nicht sicher ist. Das ist eine herzzerreißende Situation. Jeder Verlust eines unschuldigen Lebens im Gazastreifen ist eine Tragödie."
USA ARBEITEN AN EINER 6-WÖCHIGEN HUMANITÄREN FEUERPAUSE
Andererseits erklärte der US-Präsident, dass man gemeinsam mit den verbündeten Ländern in der Region an einer humanitären Feuerpause zwischen Israel und der Hamas arbeite, die mindestens sechs Wochen dauern könnte. Ziel sei es, sowohl einen Geiselaustausch als auch die Lieferung humanitärer Hilfe in den Gazastreifen zu ermöglichen.
BIDENS WARNUNG VOR RAFAH
Biden wiederholte seine Aussage, dass Israel nicht ohne einen gut strukturierten Plan in Rafah einmarschieren dürfe, und betonte, dass die Zivilisten in Rafah, wo mehr als eine Million Menschen Zuflucht gesucht haben, geschützt werden müssten.
Biden sagte: "Viele Menschen im Gazastreifen wurden vertrieben, und das mehrfach; sie sind vom Norden in den Süden geflohen und sitzen nun dort fest. Diese Menschen müssen geschützt werden. Wir sind gegen die Vertreibung von Palästinensern aus dem Gazastreifen."
KÖNIG ABDULLAH FORDERT SOFORTIGE FEUERPAUSE
Auch der jordanische König Abdullah II. stellte fest, dass die Lage im Gazastreifen zu einer unhaltbaren humanitären Krise geworden sei.
"Wir können einen israelischen Angriff auf Rafah nicht hinnehmen; es ist sicher, dass dies eine weitere humanitäre Katastrophe auslösen würde", sagte König Abdullah und fügte hinzu: "Wir brauchen sofort eine dauerhafte Feuerpause, dieser Krieg muss enden."
König Abdullah unterstrich zudem die Notwendigkeit, dringend humanitäre Hilfe in den Gazastreifen zu bringen, und erklärte, dass man diesbezüglich sowie bei der Frage eines Geiselaustauschabkommens mit den USA und den Ländern der Region zusammenarbeite.
Nachrichtenquelle: AA
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