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Deutsche Industrie schlägt Alarm: Jedes dritte Unternehmen erwägt Abwanderung ins Ausland

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, erklärte, dass jeder dritte deutsche Industrielle darüber nachdenkt, seine Produktionsaktivitäten in andere Länder zu verlagern. Als Hauptgrund für den Wunsch der Industriellen, das Land zu verlassen, wird die Inflation genannt.

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Deutsche Industrie schlägt Alarm: Jedes dritte Unternehmen erwägt Abwanderung ins Ausland

12PUNTO AUSLANDSREDAKTION

Die Industrieproduktion in Deutschland schlägt Alarm.

Wie die deutsche Zeitung Bild berichtet, bereitet sich eine wachsende Zahl von Industriellen darauf vor, ihre Betriebe ins Ausland zu verlagern.

BRANCHENFÜHRENDE UNTERNEHMEN BEGINNEN MIT DEM RÜCKZUG

Dem Bericht zufolge plant der Haushaltsgerätehersteller Miele, 2000 Mitarbeiter zu entlassen und die Produktion in Polen fortzusetzen.

Zuvor hatte der Heiztechnikhersteller Viessmann 3000 Stellen in Deutschland abgebaut und eine Produktionsstätte in Polen errichtet.

Unterdessen hatte der Automobilriese Volkswagen beschlossen, die geplante Batteriefabrik für Elektrofahrzeuge nicht in Deutschland, sondern in den USA zu bauen. Der Chemiekonzern BASF kündigte an, einen Teil seiner Belegschaft in Deutschland zu entlassen, während Investitionen in Höhe von 10 Milliarden Euro für eine petrochemische Anlage in China geplant sind. 

WARUM GEHEN SIE?

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, sagte gegenüber der Bild, dass eine wachsende Zahl von Unternehmen „am Ende ihrer Geduld mit Deutschland“ sei.

Laut Russwurm ist diese Situation auf zwei Gründe zurückzuführen.

Einerseits verlangsamt sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft, andererseits treibt insbesondere die hohe Inflation im Energiebereich die Produzenten aus Deutschland weg. Russwurm erklärte in seiner Stellungnahme zudem, dass in Deutschland kaum noch neue Produktionslinien gebaut würden.

Abschließend sagte Russwurm in seinem Interview:

„Die Unternehmen sagen, dass langfristige Planungen immer schwieriger werden. Unter diesen Bedingungen haben sie große Zweifel, weiterhin in Deutschland zu investieren. Anderswo sind die Bedingungen besser. Und sie gehen ins Ausland.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Deutschland Industrieproduktion Siegfried Russwurm