Inflation in Argentinien durchbricht die 210-Prozent-Marke und erreicht Rekordwert
Die Inflation in Argentinien ist auf über 210 Prozent gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit Anfang der 1990er Jahre erreicht.
In Argentinien, der drittgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas, setzt sich der Anstieg der Inflation ungebremst fort. Die jährlichen Preissteigerungen im Land überstiegen die 210-Prozent-Marke und erreichten damit den höchsten Stand seit Anfang der 1990er Jahre.
211 PROZENT ANSTIEG
Nach Angaben des argentinischen Nationalen Instituts für Statistik stiegen die Verbraucherpreise im Dezember gegenüber dem Vormonat um 25,5 Prozent. Die Markterwartungen lagen bei einem Anstieg von 28,0 Prozent. Damit stieg die jährliche Inflationsrate von 160,9 Prozent auf 211,4 Prozent. Die Markterwartung hatte bei einem Anstieg von 215 Prozent gelegen.
VENEZUELA ÜBERHOLT
Nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Javier Milei am 10. Dezember wurden in Argentinien schockartige wirtschaftspolitische Entscheidungen bekannt gegeben. Präsident Milei kündigte ein neues Maßnahmenpaket an und erklärte, dass der Plan kurzfristig schmerzhaft sein werde, aber notwendig sei, um das Haushaltsdefizit zu verringern und die dreistellige Inflation zu senken.
Damit hat die Inflation in Argentinien den regionalen Konkurrenten Venezuela überholt. In Venezuela wird die jährliche Inflationsrate aufgrund des Preisrückgangs in den letzten Monaten auf etwa 193 Prozent geschätzt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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