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Juryauswahl im Prozess gegen Hunter Biden wegen illegalen Waffenbesitzes hat begonnen

Im Bundesverfahren gegen Hunter Biden, den Sohn von US-Präsident Joe Biden, wegen des Vorwurfs des illegalen Waffenbesitzes hat die Auswahl der Geschworenen begonnen.

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Juryauswahl im Prozess gegen Hunter Biden wegen illegalen Waffenbesitzes hat begonnen

Im Gerichtssaal in Wilmington im Bundesstaat Delaware erschienen Hunter Biden sowie seine Schwester Ashley Biden und die Ehefrau des Präsidenten, Jill Biden, um ihre Unterstützung zu zeigen.

Unter der Aufsicht der von der ehemaligen Regierung unter Donald Trump ernannten Richterin Maryellen Noreika versuchen Staatsanwaltschaft und Verteidigung, aus den vom Gerichtssystem zufällig ausgewählten Bürgern die für das Verfahren erforderliche 12-köpfige Jury zu bestimmen.

Bei der Auswahl der Geschworenen werden die Kandidaten befragt, um sicherzustellen, dass sie keine Vorurteile gegenüber dem Angeklagten oder dem Recht auf Waffenbesitz haben und in der Lage sind, während und am Ende des Prozesses objektiv auf der Grundlage der Beweise zu entscheiden.

Nach Abschluss der Juryauswahl wird der Prozess gegen Hunter Biden mit den Eröffnungsplädoyes der Parteien fortgesetzt.

Dem Sohn des Präsidenten werden drei verschiedene Straftaten vorgeworfen: der illegale Erwerb einer Schusswaffe während einer Zeit, in der er drogenabhängig war, der rechtswidrige Besitz dieser Waffe sowie die Abgabe falscher Erklärungen bei den Kaufunterlagen bezüglich seines Drogenkonsums, womit er gegen Bundesgesetze verstoßen haben soll.

Biden hatte alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen.

Im Falle einer Verurteilung drohen Hunter Biden bis zu 25 Jahre Haft.

"ICH BIN EIN PRÄSIDENT, ABER ICH BIN AUCH EIN VATER"

Präsident Biden erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme zum Prozessbeginn gegen seinen Sohn Hunter, dass seine Liebe zu seinem Sohn grenzenlos sei, er ihm vertraue und seine Stärke respektiere.

Biden teilte mit: "Ich bin ein Präsident, aber ich bin auch ein Vater. Jill und ich lieben unseren Sohn und wir sind stolz auf den Menschen, der er heute ist."

Mit dem Beginn des Prozesses gegen Hunter Biden steht zum ersten Mal in der Geschichte der USA der Sohn eines amtierenden Präsidenten aufgrund von Anklagen gegen ihn vor Gericht.

Politische Beobachter schätzen ein, dass der Prozess gegen Hunter Biden – insbesondere im Falle eines Schuldspruchs – negative Auswirkungen auf die Wiederwahlchancen seines Vaters Joe Biden bei den Präsidentschaftswahlen am 5. November haben könnte.

Die Anklage gegen Biden wurde im vergangenen Jahr von dem vom Justizministerium ernannten Sonderermittler David Weiss erhoben, der die Vorwürfe gegen ihn untersuchte.

HUNTER BIDEN WIRD AUCH STEUERHINTERZIEHUNG VORGEWORFEN

Hunter Biden wird zudem in Kalifornien beschuldigt, 1,4 Millionen Dollar an Steuern hinterzogen zu haben.

Im Juli letzten Jahres wurde berichtet, dass Biden eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft erzielt hatte, die beide Anklagepunkte abdecken sollte; die Einigung scheiterte jedoch später, da sich die Parteien nicht über die Details verständigen konnten.

Republikaner im US-Kongress kritisieren Hunter Biden zudem dafür, die politische Position seines Vaters genutzt zu haben, um aus ausländischen Geschäftsbeziehungen Profit zu schlagen.

Die zuständigen Ausschüsse des von den Republikanern dominierten Repräsentantenhauses untersuchen im Rahmen eines umfassenden Amtsenthebungsverfahrens gegen den US-Präsidenten nicht nur die Vorwürfe, ob Familienmitglieder Bidens unangemessen von ausländischen Geschäftsabschlüssen profitiert haben oder ob er seine politische Macht dazu genutzt hat, Vorteile zu verschaffen, sondern auch Behauptungen, dass das Justizministerium die Ermittlungen zu Steuervergehen unangemessen verzögert habe.

Die Republikaner behaupten, dass die Ermittlungen gegen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump politisch motiviert seien, während Hunter Biden aufgrund seines Vaters geschützt werde.


Nachrichtenquelle: AA

USA Biden Strafrecht Hunter Biden Haftstrafe Joe Biden