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Versorgungsprobleme bei der US Navy

Auf dem im Nahen Osten operierenden US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln leidet das Personal unter Mangelernährung und harten Bedingungen. Angehörige der Besatzung berichten, dass die Belastungen zu physischen und psychischen Schäden bei den Soldaten führen.

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Versorgungsprobleme bei der US Navy

Soldaten, die auf dem US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln dienen und an Operationen gegen den Iran im Nahen Osten beteiligt sind, kämpfen seit langem mit unzureichender Versorgung und einer hohen Arbeitsbelastung. Die Familien der über 5.000 Besatzungsmitglieder an Bord behaupten, dass ihre Angehörigen aufgrund von aufeinanderfolgenden langen Schichten, schwindenden Vorräten an Grundnahrungsmitteln und mangelnder Hygiene sowohl körperlich als auch psychisch am Ende seien.

Den Aussagen der Familien zufolge müssen sich die Dienstleistenden an Bord oft mit einfachen Mahlzeiten begnügen, die häufig nur aus einer halben Tasse Reis und wenigen Beilagen bestehen. Zudem wird berichtet, dass der Zugang zu Körperpflegeprodukten wie Seife oder Deodorant schwierig sei und diese Artikel in den Bordgeschäften häufig nicht vorrätig seien.

Es wurde angegeben, dass zahlreiche Besatzungsmitglieder wochenlang keinen Urlaub nehmen konnten, einige Toiletten funktionsunfähig seien und der Wäscheservice zeitweise unterbrochen sei. Die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen führt auch zu einer Zunahme psychischer Probleme. Insbesondere das Fehlen von warmem Wasser in den Duschen, Schimmelbildung und mangelnde Erholungsmöglichkeiten beeinträchtigen die Moral der Besatzung negativ.

Bonnie York, eine Angehörige, fasste die gedrückte Stimmung an Bord mit den Worten zusammen: "Die Moral ist sehr niedrig. Wenn sie nicht bald einen Hafen erreichen, könnten die psychischen Probleme zunehmen."

Die USS Abraham Lincoln hatte San Diego im November 2025 verlassen und erreichte im Januar die Gewässer des Nahen Ostens. Die geplante siebenmonatige Einsatzdauer hat sich aufgrund der Spannungen mit dem Iran auf über 250 Tage verlängert.

Die Familien betonen, dass das Personal nur wenige Male an Land gehen konnte und daher kaum Gelegenheit zur ausreichenden Erholung fand. Der ehemalige Marineangehörige Brett Snow erklärte, dass Flugzeugträger selbst in Friedenszeiten ein gefährliches Arbeitsumfeld böten und dieses Risiko unter den aktuellen Bedingungen noch weiter gestiegen sei.

Während Angehörige der Besatzung behaupten, dass durch Abnutzung Löcher im Deck entstanden seien, wies der Sprecher der Fünften US-Flotte, Joseph Hontz, diese Vorwürfe zurück. Hontz argumentierte, dass auftretende Schäden bei Bedarf von der Besatzung repariert würden und das Schiff in der Lage sei, seine Aufgaben zu erfüllen. Er räumte jedoch ein, dass der über 250 Tage andauernde Einsatz das Personal und die Ausrüstung stark beanspruche.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte zuvor Berichte über Nahrungsmittelknappheit auf Flugzeugträgern dementiert. Während Minister Hegseth Fotos von kleinen Essensportionen als "Fake News" bezeichnete, erklärte die US Navy, dass auf den Schiffen eine ausreichende und ausgewogene Ernährung angeboten werde.

PSYCHISCHE GESUNDHEIT DES PERSONALS SORGT FÜR BESORGNIS

Die demokratische Kongressabgeordnete Sara Jacobs, die San Diego vertritt, äußerte ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Erschöpfung und der psychischen Gesundheit des Personals der USS Abraham Lincoln und forderte eine Verbesserung der Bedingungen. Jacobs wies insbesondere darauf hin, dass das Suizidrisiko bei Personal, das lange Zeit auf See verbringt, steige.

Ein weiteres Familienmitglied, Nicole Conrad, forderte Verteidigungsminister Hegseth auf, das Schiff persönlich zu besuchen und die Bedingungen vor Ort zu bewerten. Bonnie York erklärte zudem, sie habe Donald Trump in der Annahme gewählt, dass er keine Kriege führen werde, glaube aber, dass die Grenzen des Militärs im aktuellen Prozess überstrapaziert würden.

Andererseits erklärten einige Familien, die angaben, bei den US-Wahlen 2024 für Donald Trump gestimmt zu haben, dass sie beunruhigt darüber seien, dass das Land in einen Krieg mit dem Iran verwickelt werden könnte.


Nachrichtenquelle: 12punto