Bank of England hält Leitzins bei 5,25 Prozent
Die Bank of England (BoE) hat den Leitzins wie erwartet auf dem höchsten Stand der letzten 15 Jahre, bei 5,25 Prozent, belassen.
Laut der Mitteilung der BoE haben die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses (MPC) in ihrer Sitzung mit 6 zu 3 Stimmen beschlossen, den Leitzins unverändert zu lassen.
In den Protokollen des Ausschusses wurde festgehalten, dass drei Mitglieder für eine Anhebung des Leitzinses um 25 Basispunkte auf 5,50 Prozent gestimmt hatten.
In den Protokollen, in denen darauf hingewiesen wurde, dass die Bedingungen für den vom Ausschuss angestrebten Kurs darauf hindeuten, dass der Leitzins bis zum dritten Quartal 2024 bei 5,25 Prozent bleiben und bis Ende 2026 schrittweise auf 4,25 Prozent gesenkt werden soll, wurde zudem mitgeteilt, dass das Bruttoinlandsprodukt in der ersten Hälfte des Übergangszeitraums voraussichtlich stagnieren und sich die wirtschaftliche Lockerung ab Anfang nächsten Jahres verstärken werde.
In den Protokollen wurde angegeben, dass die Inflation bis Ende 2025 voraussichtlich auf das Ziel von 2 Prozent zurückkehren werde, wobei prognostiziert wurde, dass sie danach unter dieses Ziel fallen könnte.
Unter Hinweis darauf, dass die britische Wirtschaft im Oktober um 0,3 Prozent geschrumpft sei, wurde in den Protokollen auf Anzeichen einer gewissen Lockerung am Arbeitsmarkt verwiesen.
Es wurde mitgeteilt, dass die Kerninflation im Land zum Jahresende voraussichtlich auf ihrem aktuellen Niveau verharren werde und die Inflation im Dienstleistungssektor im Januar nächsten Jahres aufgrund von Basiseffekten vorübergehend ansteigen dürfte. Zudem wurde betont, dass die britische Wirtschaft im dritten Quartal dieses Jahres voraussichtlich ein Wachstum von 0,5 Prozent verzeichnen werde und die Divergenz bei den Wachstumsraten der entwickelten Volkswirtschaften zunehme.
In den Protokollen wurde erklärt, dass der Preis für ein Barrel Brent-Öl trotz der Spannungen im Nahen Osten seit der Sitzung des Ausschusses im November um etwa 17 Prozent auf 75 US-Dollar gesunken sei, wobei dieser Rückgang auf die nachlassende globale Nachfrage zurückgeführt wurde.
In den Protokollen hieß es: "Die Inflation bei den Basiskonsumgütern wird in den kommenden Quartalen voraussichtlich weiter sinken. Dies ist auf die nachlassenden Kostendruckfaktoren zurückzuführen, einschließlich Basiseffekten und dem Rückgang der globalen Warenpreisinflation."
Der Verbraucherpreisindex (VPI) in Großbritannien war im Oktober auf Jahresbasis mit 4,6 Prozent stärker gesunken als von den Märkten erwartet. Die BoE strebt an, die Inflation auf 2 Prozent zu senken und auf diesem Niveau zu halten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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