Es laufen Vorbereitungen für eine neue Ära bei der Festlegung von Kreditkartenlimits, die Millionen von Nutzern betrifft. Mit der geplanten Regelung soll sichergestellt werden, dass Banken ihre Bewertung nicht mehr nur auf das vom Kunden angegebene Einkommen stützen, sondern auch das tatsächliche Einkommen, die aktuelle Verschuldungssituation und die Zahlungsfähigkeit einbeziehen.
Im neuen System ist vorgesehen, dass bei der Festlegung des Kreditkartenlimits auch die Kredite und Kreditkartenschulden des Kunden bei anderen Banken berücksichtigt werden. Auf diese Weise soll die finanzielle Gesamtbelastung einer Person klarer erkennbar werden und die Limits sollen besser mit der tatsächlichen Zahlungsfähigkeit in Einklang gebracht werden.
SGK- UND RISIKOZENTRUM-DATEN WERDEN GEMEINSAM GEPRÜFT
Im Rahmen der Neuregelung ist geplant, die Einkommensdaten der Sozialversicherungsanstalt (SGK) gemeinsam mit den Kredit- und Verschuldungsdaten des Risikozentrums der Türkischen Bankenvereinigung zu bewerten. Durch diese Dateninfrastruktur wird erwartet, dass Banken das Einkommens-Schulden-Verhältnis ihrer Kunden umfassender analysieren können.
Es steht zur Debatte, dass die Anwendung insbesondere Inhaber von Kreditkarten mit hohen Limits betreffen wird. Bei Kunden, deren Einkommen und aktuelles Kartenlimit eine deutliche Diskrepanz aufweisen, könnten die Limits neu bewertet werden.
Die Banken sind dazu verpflichtet, ihre Arbeiten zur Anpassung der bestehenden Kreditkartenlimits an die Einkommensverhältnisse der Kunden bis zum 1. Januar 2027 abzuschließen. Das Hauptziel der Regelung ist es, das Risiko einer Überschuldung zu verringern, die durch Limits entstehen kann, welche die eigene Zahlungsfähigkeit übersteigen.
Nachrichtenquelle: 12punto