Die Staatsanwaltschaft für den südlichen Bezirk von New York in den USA hat Klage eingereicht, um Krypto-Vermögenswerte im Wert von mehr als 61 Millionen Dollar zu beschlagnahmen, die angeblich aus Schwarzmarktverkäufen von sanktioniertem iranischem Rohöl und Erdölprodukten stammen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde ein Netzwerk aus Krypto-Akteuren in Iran, China und anderen Ländern genutzt, um illegale Öleinnahmen in Höhe von über 1,5 Milliarden Dollar zu waschen. Es wird behauptet, dass die Gelder zugunsten der iranischen Regierung, des iranischen Militärs und der Iranischen Revolutionsgarde transferiert werden sollten.
Der stellvertretende US-Staatsanwalt Sean S. Buckley teilte mit, dass Vermögenswerte im Wert von über 61 Millionen Dollar bereits sichergestellt wurden und die Einziehung der verbleibenden Krypto-Vermögenswerte beantragt wurde.
VORWÜRFE GEGEN CHINESISCHE UNTERNEHMEN UND BINANCE-KONTEN
In der Klageschrift wird behauptet, dass die in China ansässigen Unternehmen Blessed Trust und Hexa Whale über Konten bei Binance Einnahmen aus dem Schwarzmarktverkauf von iranischem Öl gewaschen und Gelder an mit dem Iran verbundene Personen und Strukturen weitergeleitet haben.
Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass Blessed Trust Dienstleistungen zur Umwandlung von Fiat-Währungen in Krypto-Vermögenswerte anbot und Hexa Whale über das Unternehmen und seine Tochtergesellschaften ähnliche Transaktionen durchführte. Zu den Vorwürfen gehört auch, dass beide Unternehmen das US-Finanzsystem nutzten, um im Rahmen des Plans zweistellige Millionenbeträge zu senden oder zu empfangen.
Binance erklärte seinerseits, eine Politik der „Null-Toleranz“ gegenüber Sanktionsverstößen und illegalen Aktivitäten zu verfolgen und die Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden fortzusetzen.
Den Unterlagen zufolge ist vorgesehen, dass die an den betroffenen Adressen befindlichen Krypto-Token von Tether „verbrannt“ und anschließend neue Token im gleichen Wert erstellt werden, die unter die Kontrolle der US-Regierung gestellt werden.
Die USA hatten zuvor bereits Sanktionsschritte gegen unabhängige Raffinerien in China eingeleitet, die iranisches Öl verarbeiten. Es wird darauf hingewiesen, dass China zu den größten Abnehmern iranischen Öls zählt und im Jahr 2025 mehr als 80 Prozent der iranischen Öllieferungen bezogen hat.
Nachrichtenquelle: 12punto