Warnung von Fitch für türkische Banken
Fitch Ratings erklärte, dass türkische Banken unter Margendruck stehen und eine moderate Verschlechterung der Vermögensqualität erwartet wird.
Die internationale Ratingagentur Fitch Ratings wies in ihrem Bericht zu türkischen Banken darauf hin, dass die Banken unter Margendruck stehen. In dem Bericht der Institution wurde die Einschätzung getroffen: "Es gibt eine moderate Verschlechterung der Vermögensqualität".
Im vierteljährlichen Datenüberwachungsbericht für türkische Banken von Fitch Ratings wurde festgestellt, dass sich das operative Umfeld der türkischen Banken im ersten Quartal 2024 weiter verbessert hat, was die sinkenden makroökonomischen und finanziellen Stabilitätsrisiken sowie das gestiegene Anlegervertrauen widerspiegelt.
WARNUNG VOR MARGENDRUCK
Es wurde jedoch betont, dass die geldpolitische Straffung, Beschränkungen des Kreditwachstums und hohe Finanzierungskosten in türkischen Lira sowie die schwächere Rückzahlungsleistung privater Kreditnehmer zu Rentabilitätsdruck führen. Fitch prognostiziert, dass die Rückstellungs- und Rentabilitätspuffer der Banken ausreichen werden, um die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung zu überstehen.
Laut einem Bericht von Ekonomim gab Fitch an, dass das Verhältnis von Betriebsergebnis zu durchschnittlichen risikogewichteten Aktiva (RWA) für türkische Banken im ersten Quartal 2024 durchschnittlich 3,4 Prozent betrug (viertes Quartal 2023: 4,6 Prozent). Im Bericht hieß es dazu: "Dies spiegelt den Margendruck wider, der durch steigende Swap-Kosten im Hochzinsumfeld und eine langsamere Neupreisgestaltung von Vermögenswerten aufgrund gesetzlicher Kreditwachstumsbeschränkungen entsteht".
GEWINN AUF 41 PROZENT GESTIEGEN
Fitch wies darauf hin, dass die Kreditwertminderungsaufwendungen von durchschnittlich 31 Prozent des Gewinns vor Wertminderungen im vierten Quartal 2023 auf 41 Prozent gestiegen sind, was hauptsächlich die Verschlechterung der Vermögensqualität im unbesicherten Privatkundensegment widerspiegelt.
Fitch stellte fest, dass die Kernkapitalquote der abgedeckten Banken im ersten Quartal 2024 auf 12,8 Prozent gesunken ist (viertes Quartal 2023: 14,7 Prozent). Es wurde betont, dass dieser Rückgang auf strengere Toleranzgrenzen, steigende operative RWA und Dividendenzahlungen einiger Banken zurückzuführen ist.
Nachrichtenquelle: 12punto
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